Hipp: Verdächtiger bleibt in U-Haft
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von AgenturenGericht ging von Flucht-, Verdunkelungs- und Tatbegehungsgefahr aus
Bild: APA/APA/THEMENBILD/TOBIAS STEINMAURER
Der Verdächtige im Fall des Erpressungsversuchs gegen den deutschen Babykosthersteller Hipp bleibt in Untersuchungshaft. Diese wurde am Dienstag bei einer Haftprüfung am Landesgericht Eisenstadt wegen Flucht-, Verdunkelungs- und Tatbegehungsgefahr bis 19. Juni verlängert, teilte das Gericht mit. Der 39-Jährige, dessen Verteidiger zuvor von einer Enthaftung ausgegangen war, kündigte eine Beschwerde gegen diese Entscheidung an.
Bei der Haftprüfung wurde nach Angaben des Gerichts ein dringender Tatverdacht wegen versuchter schwerer Erpressung, versuchter schwerer Körperverletzung und Urkundenfälschung bejaht. Letzteres betrifft gefälschte Gehaltszettel für einen Kredit, die der Mann, wie bereits berichtet, zugab. Über die Beschwerde des Beschuldigten wird das Oberlandesgericht Wien entscheiden.
Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt hatte zuletzt auch wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung ermittelt. Diese fiel nun aber ebenso weg wie der Zusatz "absichtlich" bei der versuchten schweren Körperverletzung.
Gutachten zu Rattengift ausständig
Das im Burgenland sichergestellte, manipulierte Hipp-Gläschen wurde bereits untersucht und dabei festgestellt, dass das darin enthaltene Rattengift nicht lebensgefährlich gewesen wäre. Die Dosis war aber hoch genug, um gesundheitsschädliche Auswirkungen zu verursachen. Nun soll laut Staatsanwaltschaft Eisenstadt noch geklärt werden, ob es sich um dasselbe Gift gehandelt habe, das auch an der Wohnadresse des Verdächtigen gefunden wurde. Sein Anwalt Manfred Arbacher-Stöger hatte bereits erklärt, dass der Mann eine Landwirtschaft in der Slowakei betreibe und das Mittel hierfür benötige.
Die "Kronen Zeitung" zitierte aus dem ersten Einvernahmeprotokoll mit dem Verdächtigen. Demnach erklärte er den Besitz des Rattengifts damit, dass er "viele Mäuse im Garten" habe. Die ihm zur Last gelegten Vorwürfe bestritt er. Die Ermittlungen in dem Fall laufen weiter auf Hochtouren, wie es aus der Staatsanwaltschaft Eisenstadt zur APA hieß. Man sei auch in laufender Abstimmung mit den Behörden in der Slowakei und in Tschechien, wo ebenfalls mit Rattengift versetzte Babynahrung sichergestellt wurde.
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