Knappes Drittel für "Neudefinition" der Neutralität
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von AgenturenGallup fragte Einstellungen zur Neutralität ab
Bild: APA/APA/THEMENBILD/HELMUT FOHRINGER
Die Österreicher und Österreicherinnen halten an der Neutralität fest. Im Gallup-Stimmungsbarometer sehen 88 Prozent (n=1.000, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16, 21.-30. April) diese als Teil der österreichischen Identität. 54 Prozent wollen sie unverändert beibehalten, 30 Prozent sprechen sich für eine Neudefinition aus und nur acht sind für die Abschaffung. Die größten Gefahren ortet die Bevölkerung aus Russland (64 Prozent), USA (54) und China (35).
Bei der Frage, mit welchen Ländern die Europäische Union bevorzugt Bündnisse eingehen sollte, werden am häufigsten das Vereinigte Königreich (41 Prozent), Indien (29) und China (24) genannt. Die Zustimmung zu den USA hat sich seit 2021 mehr als halbiert.
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Eine große Mehrheit (78 Prozent) sieht Österreichs Rolle als neutraler Staat zudem in aktiver Friedenspolitik und in der Vermittlung bei internationalen Konflikten. Gleichzeitig ist das Bewusstsein vorhanden, dass Neutralität Wehrfähigkeit voraussetzt. 71 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Österreich als neutraler Staat militärisch in der Lage sein müsse, sich gegen Angriffe von außen zu verteidigen.
Der Beitrag der österreichischen Neutralität zu Frieden und Stabilität wird allerdings etwas verhaltener eingeschätzt als noch vor einigen Jahren. Waren 2022 noch 73 Prozent davon überzeugt, dass sie Sicherheit und Stabilität in Europa stärkt, sind es aktuell 67. Der Anteil jener, die glauben, dass die österreichische Neutralität zur Erhaltung des Weltfriedens beiträgt, ist im gleichen Zeitraum von 57 auf 51 Prozent gesunken.
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