Königsberger-Ludwig und Hergovich wollen SPNÖ-Vorsitz

Veröffentlicht:

von Agenturen

Königsberger-Ludwig bewirbt sich um den Vorsitz der SPÖ NÖ

Bild: APA/APA/MAX SLOVENCIK/MAX SLOVENCIK


- Anzeige -
- Anzeige -

Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig hat in einem Schreiben an die Parteimitglieder und den Landesparteivorstand angekündigt, dass sie für den Vorsitz der SPÖ Niederösterreich kandidieren möchte. Damit wird sie gegen Amtsinhaber Landesrat Sven Hergovich antreten. Ihr sei es ein großes Anliegen, die Sozialdemokratie im Land "zu stabilisieren", so Königsberger-Ludwig. Vor dem Landesparteitag am 30. Mai in Vösendorf findet am 20. April ein Landesparteivorstand statt.

In Gesprächen sei "deutlich geworden, dass es in Teilen der Partei den Wunsch nach personellen Veränderungen gibt", hieß es in dem Schreiben von Königsberger-Ludwig am Sonntagabend, das der APA vorliegt und über das auch der "Kurier" berichtete. Ihr gehe es darum, die SPÖ Niederösterreich "in eine ruhige, geschlossene und lösungsorientierte Richtung weiterzuentwickeln". Ziel sei es, "ein starkes Personalpaket für die Zukunft zu schnüren", das "ein gutes Angebot für die Menschen in Niederösterreich" sei und "die größtmögliche Zustimmung der Partei" finde: "Ein verlässliches, konsensfähiges Angebot für 2028", blickte die Gesundheitsstaatssekretärin und ehemalige Landesrätin auf die nächste Landtagswahl.

Mit dem Schreiben wurden Berichte über ein mögliches Antreten vom Wochenende bestätigt. Dass Informationen über Gespräche für ihre Kandidatur an die Medien gelangt seien, tue ihr leid, erklärte Königsberger-Ludwig weiters. Sie hätte davor gerne ein persönliches Gespräch mit Hergovich geführt. Inzwischen habe es ein erstes Telefonat mit dem Landesparteivorsitzenden dazu gegeben. Der 37-Jährige gilt als Kritiker von Bundesparteichef Vizekanzler Andreas Babler.

Weninger für rasche Klärung, Wieser: Vorgangsweise "sehr hinterfragenswert"

Aus heutiger Sicht sei noch nicht klar, wie viele Kandidaten am Landesparteitag für den Vorsitz antreten werden, teilte Wolfgang Zwander, Landesgeschäftsführer der SPÖ Niederösterreich, am Montag mit. "Fest steht aber: Sven Hergovich wird sich der Wiederwahl stellen." Anträge und Bewerbungen sind der Kommission laut Statuten mindestens 21 Tage vor dem Urnengang mitzuteilen. "Als Wahlvorschläge gelten neben den Vorschlägen von Wahlkommissionen Anträge von delegierungsberechtigten Organisationen, Anträge von Delegierten sowie Bewerbungen von Parteimitgliedern im Sinne der Mitgliederrechte", ist dort festgehalten.

Keine Freude mit einer öffentlich ausgetragenen Personaldebatte hat der niederösterreichische Klubobmann Hannes Weninger. "Alle Beteiligten gehören sofort an einen Tisch, um personelle und inhaltliche Fragen zu klären und um rasch wieder als Team agieren zu können", erklärte er auf Anfrage. "Wenn es zwei Kandidaten gibt, ist das natürlich demokratisch. Die Vorgangsweise ist aber sehr hinterfragenswert", reagierte Markus Wieser, Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich und ÖGB NÖ Vorsitzender, auf die Ankündigung von Königsberger-Ludwig. Demokratie sei das höchste Gut, betonte er. Die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter sei nicht eingebunden gewesen und habe von den Entwicklungen selbst aus den Medien erfahren, hielt Wieser fest.

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken