LASK und Sturm noch im Meisterrennen - Austria Derbysieger
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von AgenturenDie Linzer sind nur noch einen Schritt vom Titelgewinn entfernt
Bild: APA/APA/EXPA/ REINHARD EISENBAUER/EXPA/ REINHARD EISENBAUER
Die Titelentscheidung in der Fußball-Bundesliga fällt erst in der 32. und letzten Runde. Der LASK verteidigte Platz eins in der 9. Runde der Meistergruppe am Sonntag mit einem 2:1-Heimsieg gegen Salzburg und sorgte dafür, dass die "Bullen" zum dritten Mal in Folge nicht Meister werden. Weiter im Rennen bleibt hingegen Titelverteidiger Sturm Graz, der dank eines 4:2 im Steiermark-Duell beim TSV Hartberg weiter zwei Punkte Rückstand hat. Das Wiener Derby gewann die Austria 2:0.
Dem LASK (36 Punkte) reicht nun am kommenden Sonntag (14.30 Uhr) bei der Austria schon ein Remis, um wie auch beim bisher einzigen Titelgewinn 1965 das Double zu fixieren. Sturm (34) ist im Heimspiel gegen Rapid zum Siegen gezwungen. Bei Punktegleichheit würde der LASK vorgereiht werden, da dessen Punkte nach dem Grunddurchgang abgerundet wurden. Eines ist beiden Teams schon sicher, sie können nicht mehr aus den Top zwei verdrängt werden und sind daher kommende Saison in der Champions-League-Qualifikation am Start. Der Meister startet im Meisterweg im Play-off und kann daher fix mit einer europäischen Gruppenphase planen. Der Vizemeister steigt in der 2. Quali-Runde des Ligawegs ein.
Der Dritte Salzburg (29), der noch Hartberg empfängt, der Vierte Austria (29) und der nur noch Fünfte Rapid (27) kämpfen zum Abschluss in einem Dreikampf um Rang drei. Die ersten vier Teams haben ihr Europacup-Ticket sicher, der Fünfte muss im Play-off gegen einen Qualigruppen-Teilnehmer noch darum kämpfen. Die Hartberger stehen als Schlusslicht fest und haben daher keine Chance mehr auf das internationale Geschäft.
Adeniran und Jörgensen trafen für LASK
Vor 19.000 Zuschauern in der ausverkauften Raiffeisen Arena in Linz brachten Samuel Adeniran (33.) und Kasper Jörgensen (36.) die Mannschaft von Erfolgstrainer Dietmar Kühbauer auf die Siegerstraße und dem zweiten Meistertitel der Clubgeschichte noch deutlich näher. Erst köpfelte Adeniran nach einem langen Einwurf wuchtig und unhaltbar ins rechte Eck zu seinem neunten Saisontor ein. Kurz darauf knallte ein abgefälschter Schuss von Andres Andrade an die Latte, den Abpraller versenkte Jörgensen aus kurzer Distanz im langen Kreuzeck.
Der Anschlusstreffer von "Joker" Karim Konate (87.) durch einen Kopfball nach einem via Kopf verlängerten Einwurf kam für die Salzburger zu spät. Die hatten zuvor bei Aluminiumtreffern von Kerim Alajbegovic und Edmund Baidoo auch großes Pech gehabt. Der ehemalige Serienmeister ging zum dritten Mal in Folge im Titelrennen leer aus. Doch auch für die Linzer gab es schlechte Nachrichten, schied doch Stürmer Moses Usor mit einer Knieverletzung aus, die Saison ist für ihn vorzeitig zu Ende.
Sturm hofft noch auf Titel-Hattrick
Sturm sorgte für eine Vertagung der Meisterentscheidung und darf damit weiter auf den Titel-Hattrick hoffen. Nach fünf Unentschieden in Folge kehrte die Truppe von Trainer Fabio Ingolitsch zum besten Zeitpunkt auf die Siegerstraße zurück. Albert Vallci (2.), ein Eigentor von Benjamin Markus (14.) und Otar Kiteishvili (25.) sorgten für eine vorerst nervenschonende 3:1-Führung. Lukas Fridrikas verkürzte mit einem Elfmeter (56.) auf 2:3, der 17-jährige Luca Weinhandl machte mit seinem ersten Bundesliga-Treffer (80.) spät alles klar.
Der neuerlich zum besten Spieler der Saison gewählte Kiteishvili bejubelte in der mit gut 5.000 Fans ausverkauften Profertil Arena seinen 15. Saisontreffer und führt die Torschützenliste wieder solo an. Auf Tor Nummer 16 fehlte nicht viel, ein Schuss des Georgiers klatschte an die Stange (38.). Dem scheidenden TSV-Trainer Manfred Schmid blieb somit ein erfolgreicher Abschied vor Heimpublikum verwehrt. Vor der Partie war er von Präsidentin Brigitte Annerl geehrt worden. Platz sechs ist für die Hartberger ein großer Erfolg, hatten sie sich doch überraschend für das "obere Play-off" qualifiziert.
Rapid ganze Saison ohne Derbysieg
Nach dem 350. großen Wiener Derby in Hütteldorf haben Rapid und Austria die Tabellenplätze getauscht. Die Rapidler beenden die Saison 2025/26 ohne Derbysieg. Sanel Saljic besorgte in der 9. Minute per Kopf die Führung für die Gäste - für den Offensivspieler war es das erste Tor in der Bundesliga. Die Austria zog sich danach zurück und überließ Rapid die Kontrolle, die Hütteldorfer konnten daraus aber nichts Zählbares machen, hatten kaum gelungene Offensivaktionen.
In der 60. Minute erhöhte die Austria vor 25.500 Zuschauern im ausverkauften Allianz Stadion dank eines Eigentors von Serge-Philippe Raux-Yao auf 2:0 (als offizieller Torschütze wurde zunächst Tin Plavotic geführt). Rapid musste so die dritte Derbyniederlage in dieser Saison einstecken. Ein Pfeifkonzert der Rapid-Fans war die logische Folge. Zuletzt hatte es in der Spielzeit 2021/22 keinen einzigen grün-weißen Sieg in einem Derby gegeben, damals allerdings endeten alle Begegnungen 1:1.
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