Letztes Crans-Montana-Opfer verlässt Zürcher Kinderspital
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von AgenturenSchwerverletzte der Brandkatastrophe brauchen lange Nachbehandlungen
Bild: APA/APA/AFP/FABRICE COFFRINI
Das letzte in Zürich behandelte Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana im Schweizer Kanton Wallis hat das Kinderspital am Dienstag nach Ostern verlassen. Damit sei die Akutbehandlung für alle neun betroffenen Jugendlichen abgeschlossen, teilte das Spital am Samstag mit. Die Weiterbehandlung erfolge nun heimatnah, meist ambulant oder in stationären Rehabilitationseinrichtungen. Dort sollen die Jugendlichen ihre Beweglichkeit und Selbstständigkeit wiedererlangen.
Das Zürcher Kinderspital behandelte insgesamt neun Brandopfer aus der Schweiz und dem europäischen Ausland. Zeitweise befanden sich bis zu sechs Schwer- bis Schwerstverletzte gleichzeitig in Behandlung. Alle neun mussten auf der Intensivstation versorgt werden, teilweise über mehrere Wochen und Monate. Im Behandlungsverlauf waren zahlreiche, vorwiegend plastisch-rekonstruktive Operationen notwendig.
Heilungsprozess nicht abgeschlossen
Zum Behandlungserfolg trug laut dem Spital auch die moderne Infrastruktur des Neubaus bei. Ein beheizbarer Schockraum, ein entsprechender Operationssaal sowie speziell ausgestattete Zimmer auf der Intensivpflegestation seien entscheidend gewesen. Am früheren Standort hätten maximal zwei bis drei Schwerstbrandverletzte gleichzeitig versorgt werden können.
Für die Betroffenen sei der Heilungsprozess nicht abgeschlossen, teilte das Spital mit. Sie müssten "über Jahre weiter betreut werden". Einige von ihnen würden für ambulante Therapien und Nachkontrollen weiterhin nach Zürich kommen.
Sechs weitere Opfer des Brandes in der Bar "Le Constellation" befinden sich noch im Universitätsspital Zürich. Ebenfalls sechs Opfer werden im Lausanner Universitätsspital Chuv behandelt. 19 Personen sind im Ausland in Behandlung, sieben Menschen in Rehabilitationskliniken.
41 Tote in Silvesternacht
In Crans-Montana waren in der Silvesternacht 41 Menschen bei einem Brand im Untergeschoss der Bar "Le Constellation" ums Leben gekommen. 115 weitere Menschen wurden verletzt, viele von ihnen erlitten schwerste Verbrennungen. Den Ermittlern zufolge wurde die Brandkatastrophe wahrscheinlich durch an Flaschen befestigte Feuerwerksfontänen ausgelöst, die zu nahe an die mit Schaum verkleidete Decke gehalten wurden.
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