Liverpool, Barca vor dem Aus, PSG, Atletico in Pole Position
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von AgenturenArne Slot hofft noch auf ein Wunder
Bild: APA/APA/AFP/ANDY BUCHANAN
Liverpool und der FC Barcelona nehmen den Kampf gegen das Ausscheiden im Fußball-Champions-League-Viertelfinale mit schwierigen Voraussetzungen in Angriff. Die Engländer müssen am Dienstag (21.00 Uhr) an der Anfield Road gegen Titelverteidiger Paris St. Germain genauso ein 0:2 aus dem Hinspiel wettmachen, wie die Katalanen im Estadio Metropolitano beim LaLiga-Rivalen Atletico Madrid. Der war auch schon im nationalen Cup-Halbfinale zum Stolperstein für Barcelona geworden.
Vergangene Saison behielt PSG gegen Liverpool im direkten Duell im Achtelfinale die Oberhand. Damals hatten die Franzosen die Begegnung nach einem Hinspiel-0:1 mit einem 1:0-Erfolg samt folgendem Triumph im Elfmeterschießen auf englischem Boden gedreht. Die Erinnerungen an die Anfield Road sind daher für den französischen Topclub, der den Titel in der "Königsklasse" als neunter Club erfolgreich verteidigen möchte, frisch und gut. "Wir wissen aber, dass es dort unglaublich schwierig ist, zu spielen. Wir werden leiden und müssen in jedem Moment wachsam sein", sagte PSG-Trainer Luis Enrique.
Auf 0:0 spielen für PSG keine Option
Auf ein 0:0 zu spielen, ist für ihn trotz der Hinspieltreffer von Desire Doue und Khvicha Kvaratskhelia keine Option. "Unsere Einstellung ist wie im Hinspiel, wir treten an, um zu gewinnen." Von verfrühten Gedanken an das Halbfinale ist auch bei den Spielern keine Spur. "2:0 ist ein großartiges Resultat, aber es ist noch nicht vorbei, man weiß nie, was in einem Spiel alles passiert", sagte Mittelfeldspieler Warren Zaire-Emery. Sein Team, dem Stürmer Bradley Barcola nach überstandener Knöchelverletzung wieder zur Verfügung steht, konnte sich aufgrund einer Verschiebung einer Ligapartie voll auf die Vorbereitung auf das Retourmatch fokussieren.
Die "Reds" hingegen tankten in der Premier League mit einem Heim-2:0 gegen Fulham zumindest etwas Selbstvertrauen. Die Titelchance ist dort dahin, nur in der "Königsklasse" kann die Saison noch gerettet werden. Bei 13 europäischen Anläufen einen Zwei- oder Mehr-Tore-Rückstand aus einem Auswärtsspiel noch wettzumachen, gab es für Liverpool nur 1991 gegen Auxerre und 2019 gegen Barcelona noch ein Happy End. "Das Duell letzte Saison, wo wir nach zehn Minuten 2:0 vorne sein hätten können und der Einfluss von Anfield geben mir ein sehr gutes Gefühl, dass wir das Ergebnis noch drehen können", meinte Liverpool-Trainer Arne Slot.
Barca braucht laut Flick "kein Wunder"
Tore sind zu erwarten, hat doch PSG in 61 K.o.-Partien noch nie 0:0 gespielt und Liverpool in 37 UEFA-Begegnungen gegen französische Teams noch keine Nullnummer fabriziert. Die Engländer haben in ihren jüngsten 32 CL-Matches übrigens nie remisiert. Aufgrund ihrer bisherigen Saisonleistungen ist ihr Comeback weniger zu erwarten, als jenes des FC Barcelona. "Wir brauchen kein Wunder, müssen nur unseren besten Fußball spielen. Es gibt viele Möglichkeiten. Ich weiß, dass Atlético ein fantastisches Team ist. Wir sind es auch. Wir werden kämpfen", kündigte Barca-Trainer Hansi Flick an.
"Wenn es wer schaffen kann, dann sind wir das", ergänzte Abwehrspieler Ronald Araujo. Nicht mitwirken kann der nach seinem Ausschluss im Hinspiel gesperrte Pau Cubarsi. Sehr wohl dabei war der Verteidiger beim 4:1 im Derby gegen Espanyol am Samstag, wo der nächste große Schritt zum zweiten Meistertitel in Folge gemacht wurde. Die Torlawine war dabei einmal mehr im Rollen. 84 Treffer in der Meisterschaft und 30 in der CL sind eine herausragende Ausbeute. Die "Rojiblancos" verloren demgegenüber mit einer B-Elf bei Sevilla 1:2.
Für Verunsicherung hat die Niederlage aufgrund der Abwesenheit zahlreicher Stammkräfte aber nicht gesorgt. Die Hinspiel-Torschützen Julián Alvarez, Alexander Sörloth und Co. hoffen nach 2013/14 und 2015/16 auch im dritten Viertelfinal-Duell mit Barcelona die Oberhand zu behalten. "Wir starten mit einem guten Ergebnis, sie werden aber sicher dafür sorgen, dass wir leiden müssen", sagte Atletico-Trainer Diego Simeone. Und Stürmer Ademola Lookman forderte: "Wir müssen im Kopf ruhig bleiben."
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