ÖFB-Frauen hoffen in WM-Quali auf Sensation gegen DFB-Truppe
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von AgenturenSchriebl hofft auf eine Sensation gegen Deutschland
Bild: APA/APA/GEORG HOCHMUTH/GEORG HOCHMUTH
Sieben Mal angetreten, immer verloren: Deutschland ist für Österreichs Frauen-Fußballnationalteam unüberwindbar gewesen. Dass sich daran etwas ändert, ist in den beiden anstehenden Duellen in der WM-Qualifikation nicht zu erwarten. Während der Weltranglistendritte nach zwei Gruppenspielen mit sechs Punkten und 9:0-Toren dasteht, ist die ÖFB-Auswahl punkt- und torlos Schlusslicht. Spiel eins steigt am Dienstag (18.15 Uhr) in Nürnberg, am Samstag trifft man sich in Ried wieder.
Ausgerechnet vor dem schwierigen Doppel mangelt es im ÖFB-Lager an Selbstvertrauen, die bittere 0:1-Niederlage in Slowenien infolge eines Heim-0:1 gegen Norwegen hat durchaus Spuren hinterlassen. "Die Spielerinnen waren sehr geknickt, es war schwer, Gründe zu finden, warum es so gelaufen ist. Wir haben uns ehrlich damit auseinandergesetzt, was manchmal auch wehtut", gab ÖFB-Teamchef Alexander Schriebl preis. Eine Reaktion soll nun vor rund 23.000 Fans auf dem Rasen folgen. "Da wir gegen Slowenien eine schlechte Leistung gezeigt haben und ohne Punkt dastehen, ist der Druck schon größer", gab der Salzburger vor einem "immer besonderen" Match zu.
ÖFB-Truppe hofft, dass "Tür aufgestoßen wird"
Trotz "klarer Rollenverteilung" gebe es Hoffnung für Zählbares. "Wir haben nichts zu verlieren, ist nicht das richtige Wording. Jedes Spiel gibt eine neue Chance zu zeigen, dass man es besser machen kann. Auch wenn man gegen Deutschland noch nicht gepunktet hat, ist trotzdem jedes Mal die Hoffnung da, dass dieses Mal die Tür aufgestoßen wird. Sonst bräuchten wir ja gar nicht antreten", sagte Schriebl. Diszipliniertes und leidenschaftliches Verteidigen wie gegen Norwegen sowie eine bessere Effizienz seien dringend vonnöten. "Und wir müssen mit dem Ball mutiger sein", forderte der 47-Jährige.
Alles andere als einfach auch aufgrund der Ausfälle von Stützen wie Sarah Zadrazil, Marie-Therese Höbinger, Lilli Purtscheller oder Katharina Naschenweng. "Wir haben ein paar Ideen und ich hoffe, dass wir das dann auch so umsetzen können", ließ sich Kapitänin Sarah Puntigam bezüglich der Taktik nicht in die Karten blicken. Klar sei, dass man einen super Tag erwischen müsse und der Gegner nicht den besten. "Sie haben unglaubliche Individualisten, sind gerade mit dem Ball Weltklasse und nutzen Chancen so gut wie fast kein anderes Team", hob Schriebl die Vorzüge hervor.
Puntigam: "Werden All in gehen"
Das Slowenien-Spiel ist auch nach mentaler Aufarbeitung abgehakt. "Das letzte Spiel war einfach nicht gut genug, wir haben aber relativ schnell den Blick nach vorne gerichtet. Wir müssen bei uns bleiben und Äußeres so gut wie möglich ausblenden. Das ist in Phasen wichtig, wo es gut läuft und auch jetzt, als es schlecht gelaufen ist", meinte Puntigam. Auf die Frage, was für die ÖFB-Truppe spreche, sagte die US-Legionärin: "Dass wir All in gehen werden. Wir wollen uns selbst noch was beweisen."
In der Nations League gab es vergangenes Jahr ein 1:4 auswärts und 0:6 daheim. Ähnliche Ergebnisse also wie jene, die die DFB-Elf zum Quali-Auftakt gegen Slowenien (5:0) und Norwegen (4:0) geschafft hat. "Wir wollen eine Bestätigung der letzten Monate, des letzten halben Jahres. Wir wollen den nächsten Schritt zur Weltmeisterschaft gehen", sagte DFB-Teamchef Christian Wück. Im Gegensatz zur ÖFB-Auswahl kann sein Team hochkarätige Ausfälle wie jenen von Starspielerin Klara Bühl gut verkraften.
Respekt bei DFB-Spielerinnen vorhanden
Der Respekt seiner Spielerinnen vor den "Nachbarinnen" ist aber vorhanden. "Österreich wird es uns sehr schwer machen. Deswegen müssen wir als Team gut zusammenspielen, gut funktionieren", meinte Jule Brand. Und Camilla Küver warnte: "Die werden 100 Prozent reinlegen. Kann gut sein, dass wir Lösungen gegen einen tiefer stehenden Gegner finden müssen." Der will jedenfalls alles in die Waagschale werfen. "Wir müssen über den inneren Schweinehund drübergehen", forderte das beim FC Bayern tätige ÖFB-Ass Barbara Dunst.
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