Neues Kunstprojekt am Salzburger Residenzplatz im Sommer

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++ HANDOUT ++ Bildhauer Stephan Balkenhol bei der Arbeit

Bild: APA/APA/STEPHAN BALKENHOL/BILDRECHT WIEN/NOAH KRONREIF


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Die fünf monumentalen Frauenköpfe der Kunstinstallation "Secret Garden" am Salzburger Residenzplatz aus dem Vorsommer haben eine Nachfolge: Von 25. Juli bis 5. September wird der Bildhauer Stephan Balkenhol sechs bekannte Opernfiguren auf den zentralen Altstadt-Platz holen. Die rund zwei Meter hohen Bronzeskulpturen erreichen zwar nicht die Dimensionen der jeweils elf Meter hohen Köpfe aus Gusseisen, sollen aber genauso in den Alltag der Menschen in der Stadt einfließen.

Das zeitgenössische Kunstprojekt läuft derzeit unter dem Namen "Là ci darem la mano" ("Dort werden wir uns die Hände reichen") und soll die Opernheldinnen und -helden Carmen, Turandot, Otello, Elektra, Figaro und Don Giovanni erlebbar machen. Parallel zur Installation werden hölzerne Skulpturen des Künstlers aus dem Themenkreis der Opernwelt vom 27. Juli bis 6. Oktober in den Prunkräumen des Salzburger DomQuartiers präsentiert.

Sponsoren übernehmen Kosten

Realisiert wird das Projekt auf Einladung von Land und Stadt Salzburg von der Stiftung Kunst und Kultur e. V. Bonn rund um ihren Leiter Walter Smerling. Der Kunstbeirat hat bereits grünes Licht für die Installation gegeben, eine Zustimmung der städtischen Gremien dürfte nur Formsache sein. Finanziert wird das Projekt erneut mit privaten Mitteln der Stiftung Kunst und Kultur e. V. und Sponsoren - das veranschlagte Budget soll im mittleren sechsstelligen Bereich liegen.

Stephan Balkenhol ist in Salzburg kein Unbekannter. Für das Kunstprojekt "Walk of Modern Art", das seit 2002 hochwertige Bildende Kunst in die Stadt holt, hat er bereits einen dauerhaften Beitrag geschaffen: Die "Sphaera" ist seit 2007 im Stadtbild präsent und zeigt eine männliche Figur auf einer großen goldenen Kugel am Kapitelplatz und ihr Gegenstück, die in einer Felsspalte im Toscaninihof versteckte "Frau im Fels".

Kunst müsse "niederschwellig und frei zugänglich" sein

"Kunst muss nicht erklärt werden, sie muss erlebbar sein. Umso wichtiger ist es, dass sie niederschwellig und mitten im Alltag der Menschen frei zugänglich ist", sagte der für Kulturpolitik zuständige Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll (ÖVP) am Montag bei der Präsentation des Projekts. Für Salzburgs Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) machen Balkenhols Opernfiguren sichtbar, wie lebendig und zukunftsgewandt Salzburg Kunst im öffentlichen Raum weiterdenke. Diese Sichtweisen unterstrich auch Walter Smerling: "Werke im öffentlichen Raum können intensive Auseinandersetzung auslösen und zum Nachdenken anregen, aber auch nur beiläufiges Erhaschen bedeuten."

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