Nach Zweifeln: Cornelia Hütter macht doch weiter
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von AgenturenHütter wird auch kommende Saison im Weltcup starten
Bild: APA/APA/ERWIN SCHERIAU/ERWIN SCHERIAU
Österreichs Speedfahrerin Cornelia Hütter geht nach Gedanken über ein Karriereende in eine weitere Weltcup-Saison. Die Entscheidung sei nach Olympia gefallen, wo sie die Bronzemedaille im Super-G geholt hatte, sagte die Steirerin am Montag bei einer Pressekonferenz im Grazer Joanneumsviertel. Davor sei es für sie "im Endeffekt schon klar gewesen, dass ich aufhör'". Sie möchte sich nicht nur als aktive Sportlerin, sondern auch als Person und als Unternehmerin weiterentwickeln.
Am Anfang des Medientermins war ein dreiminütiger Film mit den Stationen aus dem Leben Hütters zu sehen, anhand dessen die 33-Jährige ihr bisheriges Leben mit allen sportlichen Höhen und verletzungsbedingten Tiefen rekapitulierte. Schon mit elf Jahren habe sie dank der Ermunterung ihres Vaters "einen Plan für mein Leben gehabt".
"War zu 99,9 Prozent sicher, dass ich aufhör"
Nach der letzten gröberen Verletzung mit der schweren Gehirnerschütterung (in Crans-Montana Februar 2022) sei die "Unbeschwertheit weg" gewesen. Im vergangenen Herbst sei sie "zu 99,9 Prozent" davon ausgegangen, dass die heurige Saison ihre letzte sein würde. Die Medaille in Cortina habe sie aber in ein Gefühlschaos gestürzt. Sie habe sich gedacht: "Das ist genau das, was du willst, ich möcht das machen."
Als dann beim Weltcupfinale in Kvitfjell Fragen der Medien auf sie eingeprasselt seien, ob sie aufhöre, habe sie sich noch eine Bedenkzeit gegönnt. Dann sei ihr aber endgültig klar geworden, dass sie weitermachen wolle, berichtete Hütter.
Verschiedene Facetten weiterentwickeln
Nun möchte sie sich im Weltcup, als Person, als Unternehmerin weiterentwickeln. Es sei "cool mit verschiedenen Facetten, auch mit der Polizei als Arbeitgeberin, die mir den Rücken frei hält". Auch an einem Beratungsprojekt für junge Athletinnen möchte sie sich beteiligen, aber: "Jetzt ist nur ein Ziel in meinem Kopf und das ist die nächste Saison." Weiter wolle sie darüber hinaus nicht blicken. In Crans-Montana findet im Februar 2027 die nächste WM der Alpinen statt.
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