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Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff: Elf Fälle bekannt
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von Quelle: APA, JOYN NewsGRANADILLA DE ABONA - SPAIN: The hantavirus-stricken cruise ship MV Hondius leaves the port of Granadilla de Abona on the island of Tenerife in Spain's Canary Islands on May 11, 2026. Adverse weather conditions forced the cruise ship MV Hondius hit by a deadly hantavirus outbreak and anchored off Spain's Canary Islands to dock at Tenerife on May 11, 2026 before evacuations can be completed, the health ministry said. (Photo by JORGE GUERRERO / AFP).
Bild: APA/APA/AFP/JORGE GUERRERO
Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" geht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von bisher elf Fällen aus. Neun Menschen seien positiv auf das Virus getestet worden, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in Madrid bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Spaniens Ministerpräsidenten Pedro Sánchez.
Bei zwei weiteren Fällen gehe man ebenfalls von einer Infektion aus. In dieser Zählung sind die drei Todesfälle des Ausbruchs enthalten. Sämtliche Betroffenen seien isoliert worden und stünden unter strenger Überwachung, um das Risiko einer weiteren Übertragung zu minimieren, betonte Tedros. Er stufte die Gefahr einer größeren internationalen Ausbreitung als gering ein.
Es sei aber möglich, dass "wir in den kommenden Wochen weitere Fälle entdecken". Für die Beobachtung seien nun die Länder verantwortlich, in die die Menschen gebracht worden seien.
Die WHO empfehle eine "strenge Überwachung" der Menschen - entweder zu Hause oder in geeigneten Einrichtungen - bis zum 21. Juni, erklärte Tedros weiter. Die Organisation habe Leitlinien für den Umgang mit den evakuierten Passagieren ausgearbeitet.
Die einzelnen Staaten könnten diese jedoch anpassen. "Sie haben auch ihre Souveränität. Wir können sie nicht zwingen, unsere Protokolle zu übernehmen", sagte der WHO-Chef.
"Vom Beispiel Spaniens lernen"
Tedros würdigte die von Spanien auf der Urlaubsinsel Teneriffa geleitete Operation zur Evakuierung Dutzender Passagiere und Crewmitglieder. "Spanien hat diese Operation sehr gut geleitet." Trotz Sorgen der Regionalregierung und der Kritik der konservativen Opposition habe die spanische Zentralregierung beispielhafte Solidarität gezeigt, so Tedros.
"Die Welt braucht diese Art von Freundlichkeit und Mitgefühl, wie sie die spanische Regierung gezeigt hat. Ich glaube, die ganze Welt sollte stolz auf diese Reaktion sein." Er hoffe, "dass andere Länder vom Beispiel Spaniens lernen".
Sánchez bedankte sich bei den rund 400 spanischen Fachkräften für den Einsatz. Spanien habe seine Verpflichtungen gegenüber den eigenen Bürgern, aber auch gegenüber dem Rest der Welt erfüllt. Man wisse, dass "globale Herausforderungen wie Gesundheitskrisen keine Grenzen kennen" und internationale Zusammenarbeit sowie starke und gut ausgestattete Organisationen wie die WHO erforderten, betonte der sozialistische Politiker.
Nur noch Restmannschaft an Bord
Die "Hondius" hatte am Sonntag den Hafen von Granadilla im Süden Teneriffas erreicht. Mit Sonderflügen wurden Menschen vom Schiff unter speziellen Sicherheitsvorkehrungen in ihre Heimat gebracht.
Am Montagabend wurde die Evakuierung abgeschlossen. Das Schiff setzte anschließend seine Fahrt mit einer Restmannschaft Richtung Niederlande fort.
Die WHO vermutet, dass die Infektionskette von einem niederländischen Ehepaar ausging, das sich vor der Einschiffung in Südamerika angesteckt haben könnte. Bisher gibt es drei Todesopfer: das niederländische Ehepaar und eine deutsche Passagierin. Insgesamt waren nach WHO-Angaben fast 150 Menschen aus 23 Ländern auf dem Schiff, keine aus Österreich.
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