Nur Bio-Pesto Rosso ohne Pestizide
Veröffentlicht:
von AgenturenDie AK OÖ hat Pesto Rosso analysiert
Bild: APA/APA/dpa-Zentralbild/Jan-Peter Kasper
Die Arbeiterkammer Oberösterreich (AK OÖ) hat 13 Pesto Rosso-Produkte analysiert. Der erfreuliche Teil der Auswertung: Alle Bio-Produkte waren frei von Pestiziden, vier enthielten keinerlei gesundheitsschädliche Rückstände. In konventionellen Pestos wurden jedoch Spuren von hormonell wirksamem Bisphenol A (BPA), potenziell krebserregenden Schimmelpilzgiften und Pestiziden nachgewiesen; eine direkte Gesundheitsgefährdung bestehe aber auch hier nicht, hieß es von der AK OÖ.
Vielmehr seien den Testern "deutliche Qualitätsunterschiede" der Produkte, die in den Lebensmittelketten in den Regalen stehen, aufgefallen. So wurden in vier Pestos "relevante Mengen an Alternariatoxinen" festgestellt. Diese entstehen durch Schimmelpilze der Alternaria-Gattung, die häufig Tomaten befallen. In fünf konventionellen Produkten wurden BPA-Spuren gefunden. BPA wirke hormonell und könne die Fruchtbarkeit sowie das Immunsystem beeinträchtigen, so die Konsumentenschützer in der Aussendung am Mittwoch.
In allen konventionellen Pesto wurden außerdem, mit Ausnahme von einem Produkt, Pestizid-Rückstände gefunden. Pestizide seien in der gefundenen geringen Konzentration zwar nicht akut giftig, doch über die Wechselwirkungen der Rückstände von mehr als einem Pestizid sei bisher nur wenig bekannt.
"Besonders bedenkliches" Fungizid und Insektizid
Zusätzlich wurden in je einem Pesto Spuren von dem laut AK OÖ "besonders bedenklichen" Fungizid Dimethomorph sowie des Insektizids Chlorantraniliprol, das für Wasserorganismen toxisch sei, gefunden.
(S E R V I C E - Der Test ist auf der AK OÖ-Homepage unter https://ooe.arbeiterkammer.at abrufbar)
Mehr entdecken

Klima Biennale Wien: Gestrandeter Wal und zerfallender SUV

150 Feuerwehrleute bekämpfen Waldbrand in Kärnten

IT-Techniker bestritt Manipulation von Pilnaceks Laptop

Salzburg-Trainer Beichler über Zukunft: "Müssen anpacken"

Sieben Wölfe in Kärnten im ersten Quartal getötet

Gutachten - Ruf nach "spürbaren Verbesserungen"
