ÖVP-Parteichef Stelzer stellt sich zweiter Wiederwahl

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von Agenturen

2022 wurde Stelzer mit 97,1 Prozent als ÖVP-Landesparteichef bestätigt

Bild: APA/APA/HELMUT FOHRINGER/HELMUT FOHRINGER


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Der Termin kommenden Freitag für den 42. ordentlichen Landesparteitag in Linz ist für die Volkspartei Oberösterreich nicht unbelastet: Fällt er doch in die Urteilsphase des Postenschacherprozesses gegen ÖVP-Klubobmann August Wöginger. Um Abstand zur Landespartei herzustellen, kandidiert der Innviertler nicht mehr als Vize von Landeshauptmann Thomas Stelzer, der 2027 eine Landtagswahl zu bestreiten hat. Der Spitzenkandidat wird noch nicht gewählt, nur der Landesparteivorstand.

Stelzer, seit neun Jahren Landeshauptmann und an der Spitze der Partei in Oberösterreich, stellt sich nach 2022 zum zweiten Mal der Wiederwahl als Landesparteichef. Vor vier Jahren hatte er 97,1 Prozent der Delegiertenstimmen erhalten. Seine bisherigen Stellvertreterinnen Landesobfrau des Wirtschaftsbundes und Oberösterreichs Wirtschaftskammerpräsidentin Doris Hummer, ÖAAB-Landesobfrau und Landeshauptmannstellvertreterin Christine Haberlander sowie Bauernbund-Landesobfrau und Landesrätin Michaela Langer-Weninger kandidieren erneut. Statt Wöginger tritt Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer als Kandidat für einen Vizeposten an.

Bundeskanzler Stocker in Linz erwartet

Das Motto für den Parteitag, zu dem 1.500 Funktionäre sowie Bundeskanzler Christian Stocker im Linzer Design Center erwartet werden, lautet "Unsere Kraft. Unser Einsatz für Oberösterreich", was laut der ÖVP-Landesparteizentrale so zu verstehen sei, dass es der Volkspartei im kommenden Jahr "um ernsthafte Politik mit klaren Entscheidungen für Oberösterreich und die Menschen im Land" gehe. Auch wenn am Freitag noch nicht die Kür des Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2027 ansteht, es aber wohl Stelzer werden wird, ist der Urnengang am letzten Landesparteitag vor der Wahl erwartungsgemäß doch Thema.

Laut letzten Umfragen dürfte die Landeshauptmann-Partei an ihr Ergebnis vom 26. September 2021 eher nicht herankommen. Da erreichte die ÖVP mit einem Plus von 1,2 Prozentpunkten 37,6 Prozent. Meinungsforscher von Spectra sehen die ÖVP in dem traditionell schwarzen Bundesland nicht mehr als stärkste Kraft. Der Juniorpartner FPÖ, mit der die ÖVP seit 2015 in der Proporzregierung koaliert, könnte die ÖVP als Nummer eins im Land ablösen. Ende November 2025 wies Spectra in einer in den "Oberösterreichischen Nachrichten" veröffentlichten Umfrage der ÖVP in Oberösterreich 25, der FPÖ jedoch 35 Prozent zu. Bei den von der ÖVP beauftragten Stimmungsbildern von IMAS und M&R im vergangenen Jahr kamen die Blauen auch schon bis auf vier Prozentpunkte an die Volkspartei heran. Vielleicht wählte die ÖVP Oberösterreich auf ihrer Homepage für die Ankündigung ihres Parteitages als Hintergrund Gelbtöne, steht die Farbe doch auch für Optimismus.

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