Ofner will sich in Rom Duell mit Sinner erkämpfen

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Ofner greift in Rom ins Geschehen ein

Bild: APA/APA/HELMUT FOHRINGER/HELMUT FOHRINGER


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Österreichs einziger Starter beim ATP-Masters-1000-Turnier in Rom ist erstmals am Donnerstag im Einsatz. Sebastian Ofner bekommt es mit dem US-Amerikaner Alex Michelsen, im Ranking aktuell auf Platz 42, zu tun. Sollte er sich durchsetzen, könnte er am Samstag seine Centercourt-Premiere im Foro Italico feiern. Denn dann wartet Topstar Jannik Sinner auf den am kommenden Dienstag 30 Jahre alt werdenden Steirer. Der Lokalmatador hat in Runde eins ein Freilos.

"Ein Okay-Los, vor allem auf Sand. Wenn ich gut spiele, habe ich sicher alle Möglichkeiten", sagte Ofner in Rom zu einer österreichischen Journalistenrunde. An das mögliche Duell mit dem Südtiroler, der das Männertennis nicht zuletzt wegen der Verletzung von Carlos Alcaraz nach Belieben dominiert, will Ofner noch nicht denken. "Ich muss einmal über die erste Runde drüberkommen." Gegen einen Sinner in Italien zu spielen, wäre eine "Challenge", sagte er lächelnd. Gegen Michelsen steht es im Head-to-Head übrigens 1:1, es ist aber das erste Duell auf Sand.

Vor dem 30er: "Will noch einige Jahre spielen"

Sein bevorstehender, runder Geburtstag hat ihn noch nicht besonders nachdenklich gemacht, meinte er lachend. "Ich habe definitiv vor, dass ich noch einige Jahre spiele. Bis jetzt ist die Karriere ganz gut verlaufen, mit den ganzen Umständen, die waren. Aber natürlich würde ich wieder gern dorthin, wo ich schon einmal war und vielleicht noch besser", stellte der von vielen Verletzungen zurückgeworfene Steirer fest. Gemeint ist ATP-Rang 37, sein bisher bestes Ranking, das er im Jänner 2024 geschafft hat.

Körperlich fühlt sich Ofner nun schon länger komplett fit. Entscheidend werde sein, dass er über einen längeren Zeitraum wieder auf dem aktuellen Level durchspielen kann. Besonders wichtig ist es auch, so erläutert er, den Top-100-Status beizubehalten, denn der Weg zurück über die Challenger ist wegen der vor einigen Jahren geänderten Punkteverteilung noch weit schwieriger geworden. "Wenn man bei einem Challenger100 die Chance auf den Sieg hat, muss man sie nutzen. Denn es ist ein Riesenunterschied: Für ein Finale gibt es 50, beim Sieg 100 Punkte."

Geänderte Punkteteilung als Top-100-Barriere

Seiner Meinung nach ist es derzeit fast unmöglich, dass man mit einem gewissen, konstanten Spielniveau und wenn man ein Jahr lang verletzungsfrei bleibt, aus den Top 80 fliegt. "Wenn man fit ist, ist es unmöglich, weil du überall so viele Punkte kriegst. Wenn du Challenger spielst, ist es umso schwieriger, weil du keine Punkte machst und die Challenger so stark besetzt sind." Darum sei der Druck bei Challengern, wenn man sich in ein Finale spielt, im Vergleich zu früher stark gestiegen. Diese Chance müsse man dann auch nutzen. "Vor einigen Jahren ist es noch ein bisserl mehr verziehen worden."

Ofner, der zumindest bis Paris wieder mit Touringcoach Steve Rettl unterwegs ist, hat das Punktesystem anhand eines Spielers angeschaut, der im Vorjahr drei Challenger gewonnen und ein Finale gespielt hat. Damit wäre man früher klar in den Top 100 gestanden, nun steht dieser bei etwa 120.

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Viele Punkte bis Wimbledon auf dem Spiel

Er selbst steht nun an dieser Grenze. Noch profitierte der von Fans und Freunden "Ofi" genannte Davis-Cup-Spieler von den Vorjahresergebnissen. Allerdings hat er bis inklusive Wimbledon 358 Punkte zu verteidigen, also gut die Hälfte seiner Zähler. "Danach habe ich gar nichts zu verteidigen, was auch gut ist. Bis dorthin wäre es gut, wenn ich noch einige Punkte mache."

Wie dicht das Challengerniveau in Verbindung mit der wohl etwas unglücklichen Punkteaufteilung ist, bringt Ofner mit diesem Satz auf den Punkt. "Es ist einfacher, dass du dich bei einem ATP-Turnier qualifizierst und ein Viertelfinale spielst, als ein Challenger zu gewinnen." Ofner wird vor Paris noch das Turnier in Genf spielen, nach Roland Garros dann aber zwecks Verkürzung der Rasensaison zwei oder drei Challenger bestreiten, ehe er nach Wimbledon reist. "Ich hoffe, dass ich es schaffe, dass sich der Hauptbewerb in Cincinnati und Montreal ausgeht."

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