Potapova fordert im Linz-Finale die topgesetzte Andrejewa

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Anastasia Potapova hat gegen Donna Vekic das Ruder in der Hand

Bild: APA/BARBARA GINDL


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Anastasia Potapova steht bei ihrem ersten Auftritt als Österreicherin in Österreich im Finale des WTA-500-Turniers von Linz. Die 25-Jährige setzte sich am Samstag im Halbfinale gegen die ebenfalls ungesetzte Kroatin Donna Vekic 6:4,6:2 durch. Im Endspiel am Sonntag (14.00 Uhr/ORF 1) trifft Potapova in ihrem siebenten Tour-Finale auf die in Oberösterreich topgesetzte Mirra Andrejewa. Die 18-jährige Russin schlug in ihrem Halbfinale die Rumänin Elena-Gabriela Ruse 6:4,6:1.

"Das war die Kraft des Heimvorteils, ich bin wirklich sprachlos", sagte Potapova im Siegerinterview auf dem Platz. "Mein erstes 500er-Finale, mein erstes Mal als Österreicherin hier. Ihr habt keine Ahnung, was mir eure Unterstützung bedeutet. Für mich bedeutet das alles." Potapova stand in Linz als erste ÖTV-Spielerin seit Judith Wiesner 1997 im Halbfinale. Ihre Vorstellung gegen Vekic bezeichnete sie als "acht oder neun" auf einer zehnstufigen Skala. "Ich will mir für morgen noch etwas aufheben."

Potapova mit Chance auf zweiten Turniersieg in Linz

Für Potapova ergibt sich die Chance auf ihren zweiten Turniersieg in Linz nach jenem von 2023. Damals für Russland startend gewann sie noch auf Hardcourt. Drei Jahre später agiert sie auf Sand ähnlich souverän. Die 25-Jährige hat auf dem Weg ins Finale keinen Satz abgegeben und dabei auch das viel beachtete Österreicherinnen-Duell mit Lilli Tagger für sich entschieden.

Gegen die vier Jahre ältere Vekic hatte Potapova gleich zu Beginn drei Breakchancen, die die Kroatin allesamt abwehrte. Die noch auf Platz 97 im WTA-Ranking liegende Potapova holte sich dank guter Schläge von der Grundlinie wenig später dennoch das Break zum 2:1, nach 20 Minuten stand es 4:1 für die gebürtige Russin. Die in der Qualifikation gestartete Vekic gab sich aber nicht geschlagen.

Das einstige Tennis-Wunderkind kam auf 3:4 heran und hatte Breakchancen auf den Ausgleich zum 5:5. Potapova halfen in dieser heiklen Phase Eigenfehler von Vekic. Per Ass erarbeitete sie sich den zweiten Satzball, den sie verwertete. Potapova holte sich dann gleich das erste Aufschlagspiel ihrer Gegnerin und legte mit einem weiteren Break zum 3:0 nach. Vekic kämpfte, Potapova ließ sich die Führung aber nicht mehr nehmen und verwertete nach 1:20 Stunden ihren ersten Matchball.

Andrejewa Favoritin im Finale

Die topgesetzte Andrejewa hatte gegen die zehn Jahre ältere Ruse im ersten Satz mit ihrer spielerischen Linie zu kämpfen. Die Rumänin hielt die Partie nach Breaks und Rebreaks bis zum 4:4 offen, ehe Andrejewa ihrer Gegnerin noch einmal das Aufschlagspiel abnahm. Danach holte sich Ruse nur noch ein Game. Nach 1:31 Stunden verwertete die Nummer eins des Turniers ihren dritten Matchball zum Sieg.

"Ich bin sehr glücklich mit dem Sieg, sie ist eine schwierige Gegnerin. Wenn sie gut spielt, kann man das nicht kontrollieren. Ich habe versucht, das zu akzeptieren und mich auf mein Spiel zu fokussieren. Das war der Wendepunkt in diesem Spiel", meinte Andrejewa. Gegen ihre vormalige Landsfrau Potapova hat sie die vergangenen beiden von bisher drei Duellen für sich entschieden. Zuletzt bei den US Open im Vorjahr in zwei Sätzen souverän.

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