Präventiver Wolfsabschuss in Oberösterreich kein Thema
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von Agenturen++ ARCHIVBILD ++ Vier Wolfsrudel leben im Mühlviertel
Bild: APA/APA/dpa/Bernd Weißbrod
In Oberösterreich steht derzeit ein präventiver Wolfsabschuss, wie er in Vorarlberg bereits ermöglicht wurde und in Salzburg ab Anfang Mai durch die Wolfsmanagementverordnung kommen soll, (noch) nicht zur Diskussion. Rechtliche Voraussetzung dafür wäre ein "günstiger Erhaltungszustand" des Tieres, der derzeit nicht gegeben sei, meinte die zuständige Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP). Dafür werde der Nachweis von sechs Rudeln angenommen, derzeit gebe es vier.
Rund 40 Wölfe würden saisonal durch Oberösterreich, vor allem durch das Mühlviertel, streifen. Die vier Rudel leben auch dort, entgegen anderen Bundesländern nicht im alpinen Bereich, sagte der Wolfsbeauftragte des Landes, Philipp Engleder-Öhler, in der Pressekonferenz.
Verordnung bisher praktikabel
In den Rudelgebieten wurde im Herbst 2025 ein verdichtetes Wolfsmonitoring eingeführt. Dazu werden Bildnachweise gesammelt sowie DNA-Analysen aus Losungen gezogen. Das Monitoring sei u.a. die Grundlage für weitere Entscheidungen, ob die oberösterreichische Wolfsmanagementverordnung angepasst werde, meinte die Landesrätin. Bisher habe sie sich als praktikabel erwiesen.
Sobald Vergrämungen bei einem Risikowolf für Menschen nicht zum Ziel führen, werde oft noch am selben Tag eine Abschussfreigabe vom Land erteilt, hieß es weiter. Seit Inkrafttreten der Verordnung 2023 gab es in Oberösterreich neun derartige Freigaben, überwiegend für Risikotiere im Mühlviertel, kaum für Schadwölfe im Land, die Tiere gerissen haben. Derzeit existiert im Bezirk Perg eine Abschussfreigabe, die noch bis 11. Mai gilt. Tatsächlich entnommen wurden seit 2023 bisher zwei Wölfe.
Insgesamt wurden vergangenes Jahr 99 Sichtungen von Wölfen gemeldet, 48-mal waren Rissgutachter im Einsatz, acht Risse von insgesamt 17 Tieren durch Wölfe wurden bestätigt, so die Daten zu 2025.
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