Rapid gegen "Lieblingsgegner" Salzburg, Sturm gegen Austria

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Hoff Thorup will mit Rapid wieder gegen Salzburg gewinnen

Bild: APA/APA/TOBIAS STEINMAURER/TOBIAS STEINMAURER


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Sturm Graz verteidigt am Sonntag (17.00 Uhr) in der siebenten Meistergruppen-Runde der Fußball-Bundesliga im Heimspiel gegen die Wiener Austria die Tabellenführung. Der einen Punkt zurückliegende erste Verfolger Red Bull Salzburg trifft auswärts auf die wieder einmal kriselnden Rapidler, die allerdings gegen die "Bullen" zuletzt zweimal gewannen. Auf den Dritten LASK, derzeit zwei Zähler hinter Sturm, wartet ein Auswärtsmatch gegen den TSV Hartberg (jeweils 14.30 Uhr).

Rapid - Salzburg: Wiener hoffen auf dritten Sieg gegen "Bullen" in Folge

Die Hütteldorfer warten bereits seit vier Partien auf einen Sieg, haben aber aufgrund der beiden 1:0-Siege gute Erinnerungen an die jüngsten Duelle mit Salzburg. Der Erfolg in Wals-Siezenheim zum Auftakt der Meistergruppe sei gemeinsam mit dem 4:2 gegen den LASK die bisher stärkste Rapid-Leistung in seiner Amtszeit gewesen, sagte Trainer Johannes Hoff Thorup. Der Rückblick auf diese Partie "kann uns einen zusätzlichen Schub an Selbstvertrauen geben". Dringenden Bedarf dafür gibt es spätestens seit dem Heim-0:2 gegen Hartberg am Mittwoch. "Aber ich erwarte, dass wir zurückschlagen. Manchmal ist es gut, nach so einer Enttäuschung gleich wieder zu spielen", betonte Hoff Thorup. Für die Partie waren bis Freitagvormittag über 22.500 Tickets abgesetzt, 400 Gäste-Fans werden erwartet.

Sie werden laut Salzburg-Trainer Daniel Beichler eine "Bullen"-Mannschaft sehen, die nach den beiden Siegen über die Austria wieder voll anschreiben möchte. "Wir wollen jene Dinge, die wir jetzt zuletzt gut gemacht haben, wieder in unserem Spiel sehen, werden aber schon die eine oder andere Adaptierung vornehmen", kündigte der Ex-Teamspieler an. Sein Club liegt als Zweiter nur noch einen Punkt hinter Spitzenreiter Sturm Graz, den viertplatzierten Hütteldorfern hingegen fehlen vier Runden vor Schluss schon fünf Zähler auf Rang eins.

Sturm - Austria: Zwei Teams auf Wiedergutmachung aus

In Graz treffen sich zwei Teams, die nach den vergangenen beiden Runden etwas gutzumachen haben. Sturm kam gegen den LASK mit zwei blauen Augen davon (1:1, 1:1), die Harmlosigkeit in der Offensive war dabei frappierend. "Wir freuen uns, nach den beiden Unentschieden weiterhin ungeschlagen in der Meistergruppe zu sein, wollen am Sonntag aber ganz klar auf Offensive setzen und voll auf Sieg spielen", erklärte Fabio Ingolitsch nun. Es fehle weiterhin eine halbe Startelf, meinte der Sturm-Trainer. Mit J.P. Hödl kehrt ein Mann mit Kreativpotenzial nach einer Sperre zurück. "Wir haben es nach wie vor in der eigenen Hand, den Traum vom Meistertitel zu erreichen, dafür müssen wir am Sonntag aber drei Punkte holen", sagte Hödl. Das erste Meistergruppenduell gewann Sturm nach glücklichem Spielverlauf 5:2 in Wien. Sieben Spiele waren die Grazer zuvor gegen den Angstgegner sieglos gewesen.

Eine Serie hat weiter Bestand: Die Veilchen haben bei ihren jüngsten vier Pflichtspielauftritten in Graz nie verloren. Die entscheidende Phase läuft für die Austria bisher jedoch enttäuschend. Nach sechs Runden stehen nur vier Punkte zu Buche, mit zwei 1:3 gegen Salzburg rutschte man ans Tabellenende ab. "Wir müssen der Realität ins Auge schauen und anerkennen, dass wir in der Meistergruppe nur punkten können, wenn wir als Kollektiv auf Top-Niveau funktionieren", gestand Trainer Stephan Helm. Will die Austria ihr Ziel, einen Platz mit Europacup-Chance, erreichen, muss sie zumindest Fünfter werden. "Jetzt gilt es, gegen Sturm Graz zu gewinnen, und wichtig wäre auch, dass sich die Personalsituation lichtet", meinte Kapitän Manfred Fischer. Die Schlüsselkräfte Johannes Eggestein und Abu Barry sind fraglich.

Hartberg - LASK: TSV bisher nicht zu knacken

Der LASK darf sich im Meisterrennen in Hartberg keinen Ausrutscher erlauben. Wie schwer die Steirer zu bezwingen sind, erfuhren die Athletiker in dieser Saison selbst. Alle drei Partien endeten remis (3:3, 2:2, 0:0). Die Auftritte gegen Sturm waren phasenweise eines Meisters würdig, die Ausbeute mit zwei Zählern jedoch mickrig. Zwei Punkte sind es auch, die der Elf von Dietmar Kühbauer weiter auf Leader Sturm fehlen. "Uns wird eine komplett andere Partie als zuletzt gegen Sturm erwarten, sie legen ihr Spiel sehr defensiv an, wir müssen in der Offensive gute Lösungen finden. Gleichzeitig wissen wir aber auch, dass sie im Konter stets gefährlich sind", sagte Kühbauer. Gesperrt nicht zur Verfügung stehen dem Cupfinalisten Verteidiger Joao Tornich und Stürmer Samuel Adeniran.

Hartberg befindet sich nach dem 2:0 bei Rapid, dem ersten Sieg in der Meistergruppe, im emotionalen Hoch. "Wir wollen die Freude, die wir zurzeit am Kicken haben, ins Spiel mitnehmen", meinte Damjan Kovacevic. Ein Europacupticket vor der Nase ist Ansporn genug. "Wir haben noch vier Spiele, die wollen wir gewinnen. Dass wir nach Europa wollen, ist klar", betonte der scheidende Trainer Manfred Schmid.

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