Rote Listen gefährdeter Tierarten sind nur selten aktuell

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Österreichischer Tierschutzverein warnt mit offenem Brief

Bild: APA/APA/THEMENBILD/BARBARA GINDL


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Österreich schützt seine bedrohten Tierarten teilweise auf Basis von Roten Listen, die bis zu 32 Jahre alt sind. Davor warnt der Österreichische Tierschutzverein auch in einem offenen Brief an das Umweltministerium. "Jede zweite bundesweite Rote Liste ist überfällig und teilweise seit über 20 Jahren nicht aktualisiert. Nur drei von 27 Roten Listen sind aktuell", hieß es in dem am Donnerstag publizierten Schreiben.

Die älteste Liste - jene der Käfer - stamme gar aus dem Jahr 1994, lautete die Kritik. Rote Listen würden als zentrales wissenschaftliches Frühwarnsystem für den Artenschutz gelten. Sie dienen dazu, Bestandsentwicklungen zu bewerten und Schutzmaßnahmen zu planen, so der Tierschutzverein. Ihre Aktualisierung sei keine reine Verwaltungssache, sondern eine umweltpolitische Pflicht. Gefordert wurde "ein unabhängiges nationales Zentrum für Artenvielfalt und einen klaren politischen Auftrag zur raschen Aktualisierung der Roten Listen."

"Die nationalen Roten Listen sollten spätestens alle zehn Jahre auf dem neuesten Stand gebracht werden. Nur so kann zielgerichtet Arten- und Naturschutz umgesetzt werden", wurde der Ökologe Franz Essl zitiert. Der Tierschutzverein hat zudem eine Petition für seine Forderungen online gestellt. "Sobald 10.000 Menschen unser Anliegen unterschrieben haben, übergeben wir die Petition an das Umweltministerium", kündigte Kampagnenmanager Jakob Innauer an.

(S E R V I C E - Petition unter: https://tierschutzverein.at/petitionen/rote-listen/)

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