Sara Ostertag übernimmt ab 2027/28 auch Schauspielhaus Wien

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Sara Ostertag bekommt ein zweites Theater

Bild: APA/APA/GEORG HOCHMUTH/GEORG HOCHMUTH


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Die Wiener Regisseurin Sara Ostertag übernimmt ab der Saison 2027/28 die künstlerische Leitung des Schauspielhauses Wien. Diese überraschende Entscheidung gab Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) am Donnerstag bekannt. Ostertag leitet seit dieser Saison unter dem Namen TEATA das ehemalige Theater an der Gumpendorfer Straße, das derzeit saniert wird. Beide Häuser sollen künftig unter der Dachmarke Schauspielhaus Wien eine "strukturelle Partnerschaft" eingehen.

Kaup-Hasler sprach in den Unterlagen zur Vorstellung von einem "inhaltlich mutigen und starken Konzept". Durch die neue Partnerschaft unter der Leitung der 1985 in Wien geborenen Regisseurin soll sich "institutionelles Theater und Freie Szene gegenseitig produktiv ergänzen". Der künftige gemeinsame Fokus von Schauspielhaus und TEATA werde in der Verbindung von "Text und Sprache" liegen, wie es hieß. Während die Bühne in Wien-Alsergrund mit einem festen Ensemble, Eigenproduktionen und einem Hausautor als Autor*innentheater für deutschsprachige zeitgenössische Dramatik fungieren soll, will Ostertag in Wien-Mariahilf den bereits - in dieser Saison im Rahmen von Gastspielen umgesetzten - mehrsprachigen Ansatz fortsetzen und eng mit der Freien Szene zusammenarbeiten. Mit dieser Entscheidung muss die derzeitige Leitung, das Vierer-Team aus Marie Bues, Martina Grohmann, Tobias Herzberg und Mazlum Nergiz, nach nur einer Funktionsperiode gehen.

Ostertag wurde 1985 in Wien geboren und studierte Theaterregie und Choreografie an der Zürcher Hochschule der Künste bei Milo Rau, an der School for New Dance Development in Amsterdam und an der Akademie der bildenden Künste Wien. Ostertag inszenierte bisher u.a. am Burgtheater (wo sie in der kommenden Saison im Kasino "Ein schönes Ausländerkind" von Toxische Pommes realisiert), an den Landestheatern Linz und Niederösterreich sowie an internationalen Bühnen wie dem Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg und dem Grand Théâtre de Genève. Sie ist Mitbegründerin des Kollektivs makemake produktionen, von 2017 bis 2025 hatte sie die künstlerische Co-Leitung des SCHÄXPIR Festivals für junges Publikum in Linz inne. Darüber hinaus ist Ostertag immer wieder als Dramaturgin von Florentina Holzinger tätig. 2018 erhielt sie den Nestroy-Preis in der Kategorie Beste Off-Produktion für die Inszenierung von "Muttersprache Mameloschn" von Sascha Salzmann, 2025 folgte der Nestroy-Preis als "Beste Bundesländeraufführung" für "The Broken Circle" am Landestheater Linz. In der Saison 2025/26 übernahm sie das TEATA.

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