Schauspielhaus Wien bekommt ab 2027/28 neue Leitung
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von AgenturenNeue Direktion wird am Donnerstag verkündet
Bild: APA/APA/THEMENBILD/TOBIAS STEINMAURER
Das Schauspielhaus Wien bekommt im Herbst 2027 nach vier Jahren unter der Direktion des aus Marie Bues, Martina Grohmann, Tobias Herzberg und Mazlum Nergiz bestehenden Vierer-Teams eine neue künstlerische Leitung. Diese wird Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) am Donnerstag bei einem Pressegespräch vorstellen. Verlängert wurden hingegen die Verträge von Esther Holland-Merten im Theater am Werk und Anna Horn im Dschungel Wien.
Alle Direktionen der drei Mittelbühnen waren ab der Saison 2023/24 neu bestellt worden. Die Verlängerung der Verträge von Holland-Merten und Horn wurde am Dienstag per Aussendung des Büros von Kaup-Hasler verkündet, während man beim Schauspielhaus zur Präsentation der neuen Leitung lud. Hierfür gab es elf vollständige Bewerbungen, davon fünf Teambewerbungen und sechs Einzelbewerbungen, wie es auf APA-Anfrage hieß.
Aktuelles Team hatte sich beworben
Unter den Bewerbern war auch das aktuelle Leitungsteam, wie man im Schauspielhaus-Büro auf Nachfrage bestätigte. Das Quartett sei für eine Weiterführung offen gewesen, es habe im Vorfeld keine negativen Signale gegeben. Im Fokus der Wiederbewerbung stand demnach "der nachhaltige Ausbau der angestoßenen Prozesse (strategische Öffnung, Diversifizierung, Barriereabbau, Organisationsentwicklung und internationale Kooperationen) und der Programmlinien (neue Stücke, Arbeit mit Autor:innen und Bekenntnis zum Ensembletheater), sowie zukünftig die Verzahnung von Vermittlung und künstlerischem Spielplan für ein partizipatives Stadttheater".
Bues, Grohmann, Herzberg und Nergiz waren im Herbst 2023 auf Tomas Schweigen gefolgt, der das Schauspielhaus seit 2015 geleitet hatte. Davor lag die künstlerische Leitung von 2007 bis 2015 bei Andreas Beck, der danach ans Theater Basel wechselte und seit 2019 in Nachfolge von Martin Kušej als Intendant des Münchner Residenztheaters fungiert.
13 Bewerbungen für Dschungel und Theater am Werk
Für die künstlerischen Leitungen von Dschungel Wien und Theater am Werk GmbH (inklusive Theater am Petersplatz) wurden laut Stadt Wien 13 Bewerbungen fristgerecht und vollständig eingereicht, darunter Bewerbungen für beide Häuser sowie für eine mögliche gemeinsame Leitung. Die Entscheidungen für die Weiterbestellungen der bisherigen Direktorinnen fielen einstimmig. "Für den Dschungel Wien wurden insbesondere die Öffnung hin zu Figuren- und Objekttheater, die konsequente Einbindung eines jungen Publikums sowie die Zusammenarbeit mit Institutionen mit ähnlicher Zielsetzung hervorgehoben", heißt es in der Aussendung. Am Theater am Werk überzeugten insbesondere die "programmatische Weiterentwicklung zeitgenössischer darstellender Kunst, die stärkere Einbindung der Stadtgesellschaft sowie neue Formate und Akzente, unter anderem im Bereich der zeitgenössischen Musik am Standort Petersplatz".
Kaup-Hasler würdigte das Theater am Werk als "zentrales Koproduktionshaus der Freien Szene", mit dem Petersplatz öffne sich "ein weiterer Ort für die zeitgenössische freie Musikszene. Anna Horn hat das Programm des Dschungel Wien erweitert, neue Genres integriert und Kooperationen ausgebaut. Beide Institutionen sind feste Größen in Wiens Kulturlandschaft und die Programme versprechen neue Möglichkeiten für die Szene sowie spannenden Austausch."
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