Sexsymbol und Hollywood-Legende: George Clooney ist 65
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von AgenturenGeorge Clooney ist kein Freund von Donald Trump
Bild: APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/MICHAEL LOCCISANO
George Clooney kann sich mit vielen Auszeichnungen schmücken. Auch den Titel "Sexiest Man Alive" der US-Zeitschrift "People" bekam der zweifache Oscar-Preisträger, der heute seinen 65. Geburtstag feiert, schon zugesprochen. Als Schauspieler und Regisseur zählt er in Hollywood zur A-Liste, Fans weltweit jubeln ihm zu.
Und dann gibt es diese Einschätzung von US-Präsident Donald Trump: "Er war überhaupt kein Filmstar, sondern einfach ein Durchschnittstyp, der sich unentwegt über gesunden Menschenverstand in der Politik beschwerte." Clooney habe mit politischen Angelegenheiten mehr Aufmerksamkeit erregt als mit seinen "wenigen und völlig mittelmäßigen Filmen", teilte Trump in einem Post in seinem Online-Sprachrohr Truth Social zu Silvester gegen den Star aus. Gleich zu Beginn der Schimpftirade ätzte Trump, dass das Ehepaar Clooney nun die französische Staatsbürgerschaft besitze.
Französischer Pass für die Familie
Der im US-Bundesstaat Kentucky geborene Clooney, lebt mit Ehefrau Amal (48), einer libanesisch-britischen Menschenrechtsanwältin, und den achtjährigen Zwillingen Ella und Alexander auf einem Bauernhof in Südfrankreich. Berichten zufolge hatten sie im Sommer 2021 das Anwesen zwischen Saint-Tropez und Aix-en-Provence gekauft. "Ich hatte Bedenken, unsere Kinder in L.A. in der Kultur Hollywoods großzuziehen", sagte der Schauspieler im vergangenen Oktober dem Magazin "Esquire". Seine Kinder sollten nicht "herumlaufen und sich Sorgen über Paparazzi machen müssen". Im Dezember wurde bekannt, dass jetzt alle Familienmitglieder die französische Staatsbürgerschaft haben.
Wortgefechte zwischen Trump und Clooney
Clooney, ein erklärter und politisch engagierter Demokrat, gilt als langjähriger Kritiker Trumps, die beiden lieferten sich wiederholt öffentliche Wortgefechte. Kürzlich machte sich der Star auch für kritischen Journalismus und Pressefreiheit stark. Sein Vater, Nick Clooney (92), ein Journalist, habe ihm und seiner Schwester früh beigebracht, Menschen mit mehr Macht herauszufordern, sagte der Schauspieler Ende April im New Yorker Lincoln Center, wo ihm der 51. Chaplin Award für seine Filmarbeit und humanitäres Engagement verliehen wurde. Dieses Motto habe ihnen gute Dienste geleistet. "Es hat uns in Schwierigkeiten gebracht, und das ist gut so", sagte er.
Am Rande der New Yorker Gala plauderte Clooney auch über die lange geplante "Ocean's"-Fortsetzung. Besetzung, Regie und Drehbuch hätten sie nun zusammen, in neun Monaten könnte der Dreh losgehen, verriet der "Danny Ocean"-Darsteller. Unter der Regie von Steven Soderbergh spielte er von 2001 bis 2007 schon drei Mal den charmanten Meisterdieb einer Ganoven-Bande mit Brad Pitt, Matt Damon und Don Cheadle.
Mit der Hit-Serie "Emergency Room - Die Notaufnahme" - als sexy Kinderarzt Dr. Doug Ross in einem fiktiven Chicagoer Krankenhaus - startete Clooney in den 1990er-Jahren durch. Der Ruf als Hollywood-Charmeur hing ihm lange an. Gleich zweimal kürte ihn die US-Zeitschrift "People" zum "Sexiest Man Alive": 1997, als Clooney noch als "ER"-Arzt verführte, und 2006, mit den ersten grauen Haaren.
Peinlicher Auftritt als Batman
Auf der Leinwand versuchte sich Clooney zunächst in schrägen Komödien wie "Return to Horror High" oder "Die Rückkehr der Killertomaten", dann an der Seite von Quentin Tarantino in dem Kult-Horrorfilm "From Dusk Till Dawn" (1996) als kriminelles Bruderpaar. Einer seiner peinlichsten Filmauftritte folgte 1997 als Bruce Wayne in "Batman & Robin". Als Batman trug er einen Gummianzug mit falschen Brustwarzen. "Ich bin schrecklich darin und es ist ein schlechter Film", erzählte Clooney im vergangenen Dezember im Interview mit dem Branchenblatt "Variety".
Höhenflug in Hollywood
Danach wurde er bei Rollenangeboten wählerischer. Unter der Regie von David O. Russell drehte er die Kriegssatire "Three Kings". Die Coen-Brüder setzten ihn in der Südstaaten-Odyssee "O Brother, Where Art Thou?" als entflohenen Sträfling ein, Wolfgang Petersen vertraute ihm die Rolle des Schiffskapitäns der Andrea Gail in dem Katastrophenfilm "Der Sturm" an. Für Regisseur Alfonso Cuarón hob er in "Gravity" an der Seite von Sandra Bullock als Astronaut ins Weltall ab.
Eitelkeiten hat der Schauspieler abgelegt. Seinen bisher einzigen Schauspiel-Oscar als bester Nebendarsteller gewann Clooney in der Rolle eines CIA-Agenten mit Bart und Bauch: Für den Polit-Thriller "Syriana" (2006) nahm er 15 Kilogramm zu und ließ den Haaransatz zurücksetzen.
Preisgekröntes Multitalent
Als Drehbuchautor, Regisseur, Produzent und Darsteller war Clooney insgesamt acht Mal für einen Oscar nominiert. Seine zweite Trophäe gewann er 2013 als Mitproduzent des Politdramas "Argo", zusammen mit Ben Affleck und seinem Firmenpartner Grant Heslov. Als Regisseur hat er neun abendfüllende Spielfilme gedreht, die bei der Kritik gut ankamen, darunter das Politdrama "Ides of March" (2011) oder der Schwarz-Weiß-Film "Good Night, and Good Luck" (2005) über die Kommunistenhatz in den 1950er-Jahren.
Als Schauspieler brillierte er zuletzt in der Tragikomödie "Jay Kelly" in der Rolle eines alternden Hollywood-Stars, der zunehmend an sich selbst zweifelt, sich allein fühlt und ein schwieriges Verhältnis zu seinen Töchtern hat. Außer dem Beruf habe er mit seiner Rollenfigur nichts gemeinsam, betonte Clooney beim Kinostart im vorigen Dezember im dpa-Interview. "Das ist weit entfernt von meiner Person". Solche Probleme habe er nicht. "Meine Familie mag mich – zumindest im Moment – immer noch", sagt er und grinst.
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