"Sporty Spice" Melanie C bringt den 90er-Rave zurück
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von Agenturen++ ARCHIVBILD ++ Melanie C lockt auf die Tanzfläche
Bild: APA/APA/dpa/Christophe Gateau
Melanie Chisholm aus der Nähe von Liverpool war vor 30 Jahren weltbekannt geworden - als Mel C von den Spice Girls. Vor ihrer Zeit als "Sporty Spice" war sie Teil der aufstrebenden britischen Rave-Szene der 90er-Jahre und feierte zu Klängen von The Prodigy. Ihr neues Album "Sweat", das Freitag erscheint, bringt die Britin zurück zu ihren Wurzeln.
Die 13 Songs (und ein Remix) sind durchweg elektronisch und tanzbar. Kein Wunder, schließlich arbeitet die 52-Jährige auch als DJ, etwa auf Ibiza. In ihrer Jugend entdeckte die Britin mit ihrer Freundinnen-Clique ihre Liebe zur Rave-Kultur, vor allem an der Costa Brava in Spanien.
"Ich war 17 und habe diese neue Welt kennengelernt, mit der ich vorher nichts zu tun hatte. Ich habe mich in die Musik und die Kultur verliebt, hab einfach getanzt", sagte die Sängerin der Deutschen Presse-Agentur. "Ich war damals am Londoner Dance College, die Nacht durchzutanzen war unser Traum. Aber das konnte ich für eine lange Zeit nicht umsetzen. Denn zu Zeiten der Spice Girls hatten wir kaum Zeit, in Clubs tanzen zu gehen."
Energiegeladen und clubtauglich
"Sweat", die erste Single aus dem gleichnamigen Album, gehört schon jetzt mit über 2,5 Millionen Streams zu den erfolgreichsten Solo-Veröffentlichungen. Das ikonische Sample "Work That Body" von Diana Ross, dazu viele Bässe und Beats: Der Song eignet sich perfekt für die Tanzfläche und zur Motivationshilfe beim Sport. Fans des RTL-Dschungelcamps kennen "Sweat" ohnehin als Titelsong der vergangenen Staffel.
Auch "Drum Machine", "Pressure" oder "Flick of The Wrist" sind energiegeladen und clubtauglich. Letzterer gefällt Chisholm in ihrer Rolle als DJ am besten. "Er ist ziemlich düster mit starken Bässen. Es ist einer der Songs, die sich so ein wenig wütend anhören, das mag ich." Ansonsten setzt die frühere Raverin weniger auf aggressive und treibende Klänge, sondern eher auf euphorische und melodische Tracks.
Eine Prise Spice Girls
In vielen Songs schwingt auch eine Prise Spice Girls mit, nur mit mehr Beat. "What Could Possibly Go Wrong?" oder "Attitude" könnten gut und gerne aus dem Repertoire der erfolgreichsten Girlband Großbritanniens stammen.
"Als DJ sehe ich, wie der 90er-Sound die Musik geprägt hat, nicht nur im Dance-Bereich, auch im Pop. Harry Styles macht mittlerweile auch elektronischere Musik", erzählte die Sängerin. "All die Erinnerungen von damals, die Nostalgie, kommt heute zurück. Es gibt Remixe und DJ Sets, die die Menge wirklich begeistern." Mit ihrem neunten Soloalbum, das in London, Stockholm und Sydney aufgenommen wurde, will die Britin "die vergessene Teenager-Raverin" und die erfolgreiche DJ-Künstlerin miteinander verbinden.
Abschied vom alten Sound
Sie verabschiedet sich damit von einem Sound, der Melanie C nach der Trennung der Spice Girls zum musikalisch erfolgreichsten Ex-Mitglied machte. Hits wie "Never Be The Same Again", "I Turn To You" oder "First Day of My Life" kamen um einiges ruhiger und melodischer daher.
"Sweat" (auf Deutsch: Schweiß) wirkt wie ein rund 45-minütiges DJ-Set, gut durchhörbar zum Feiern, aber auch etwas eintönig. Für Chisholm war wichtig, dass ihre Fans die Konflikte auf der Welt einfach mal für einige Zeit vergessen können. "Dieses Album soll wirklich Spaß machen und dich etwas vom realen Leben ablenken. Und bei mir funktioniert das."
Keine Reunion in Sicht
Bleibt die Frage, die sich Spice-Girls-Fans seit geraumer Zeit stellen. Gibt es 30 Jahre nach ihrer ersten Single - dem Welthit "Wannabe" - in diesem Sommer ein gemeinsames Projekt von Mel B, Emma Bunton, Geri Halliwell, Victoria Beckham und Melanie C?
Wie britische Medien berichten, liegt eine geplante Jubiläumstour derzeit auf Eis, auch ein Netflix-Projekt soll gestoppt worden sein. Das, obwohl sich alle Mitglieder privat gut verstünden, wie Chisholm versichert. "Wir reden oft stundenlang über die damalige Zeit. Wir sind zusammen aufgewachsen, kennen uns, aber auch unsere Eltern, Geschwister und mittlerweile unsere Kinder. Das ist eine sehr tiefe Verbindung."
(Von Thomas Bremser/dpa)
(S E R V I C E - https://melaniec.net )
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