Sturm präsentiert sich beim Gipfeltreffen meisterlich

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Sturm bot in Hütteldorf einen "überzeugenden Auftritt"

Bild: APA/APA/TOBIAS STEINMAURER/TOBIAS STEINMAURER


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Mit einer effizienten und zugleich abgeklärten Vorstellung hat sich Sturm Graz am Ostersonntag in Hütteldorf selbst mit drei Punkten beschenkt. Drei Punkte, die mit einem Blick auf die Tabelle der Fußball-Bundesliga wohl mehr wert sind als nur ein Sieg. "Der Erfolg war extrem wichtig. Wir stehen weiter ganz oben in der Tabelle. Das ist das, was zählt", sagte Jusuf Gazibegovic. Vom winkenden Meister-Triple wollte nach dem 2:0 bei Rapid jedoch noch kein Grazer Akteur sprechen.

Behält Sturm die aktuelle Form bei, ist ihnen jenes bei nun vier Punkten Vorsprung auf das Verfolgertrio Rapid, Salzburg und LASK wohl nur schwer zu nehmen. "Wir haben eine gute Stabilität entwickelt und sind nur sehr schwierig zu bezwingen. Wenn wir so weitermachen, ist am Ende Großes möglich", meinte Trainer Fabio Ingolitsch, ohne direkt auf die Meisterfrage einzugehen.

Ingolitsch: "Ein sehr überzeugender Auftritt"

Von der Leistung seiner Mannschaft im Spitzenspiel war der 33-Jährige jedenfalls angetan. "Das war ein sehr überzeugender Auftritt. Ich bin richtig stolz auf meine Jungs. Wir haben alles reingeworfen, leidenschaftlich verteidigt und sind als hochverdienter Sieger vom Platz gegangen." Und das, obwohl der laut Ingolitsch "vermutlich beste Spieler der Liga" Otar Kiteishvili aufgrund einer in der Länderspielpause erlittenen Blessur nicht in der Startelf stand. "Wir definieren uns nicht über einzelne Spieler, sondern über das Kollektiv. Das haben wir heute mit Bravour gezeigt."

Ingolitsch ließ es sich dann aber doch nicht nehmen, einen Spieler aus der starken Mannschaftsleistung herauszupicken. Der erst 17-jährige Luca Weinhandl zeigte bei seinem erst zweiten Bundesliga-Startelfeinsatz eine beeindruckende Leistung. "Fantastisch, was der Junge in so einem wichtigen Spiel in diesem Stadion abgeliefert hat", lobte der Coach.

Obwohl Rapid deutlich mehr Spielanteile hatte, war der Grazer Sieg nie in Gefahr. "Wir waren giftiger, im Spiel nach vorne konkreter und haben die Tore gemacht. Das war entscheidend", sagte Gazibegovic. Selbiges befand Innenverteidiger Albert Vallci, der erstmals seit fünfeinhalb Jahren wieder in der Bundesliga traf: "Wir haben die richtigen Tugenden auf den Platz gebracht. Nun ist jedem bewusst, welch große Chance wir in dieser Saison haben."

Historische Torschuss-Flaute bei Rapid

Rapid blieb indes erstmals seit fünf Jahren in einem Bundesliga-Spiel ohne Torschuss - eine Statistik, die Bände spricht. "Wir haben uns zwar in gute Positionen gebracht, die finale Entscheidung und der finale Ball im letzten Drittel waren dann aber schlecht", meinte Trainer Johannes Hoff Thorup. Seine Mannschaft sei im Spitzenspiel über 90 Minuten hinweg einfach "nicht gut genug" gewesen. "Sturm hat verdient gewonnen."

Verholfen hat den Grazern zum Erfolg auch ein schwerer Fehler von Torhüter Niklas Hedl vor dem 0:2 durch Seedy Jatta. Hoff Thorup nahm seinen Schlussmann, der aufgrund einer Formkrise im Herbst bereits einige Spiele zur Nummer zwei degradiert worden war, in Schutz: "Er war in den letzten Wochen außergewöhnlich. Wie ich ihn kenne, wird er das schnell abhaken."

Abzuhaken gilt es für Rapid, das mit zwei Siegen perfekt in die Meistergruppe gestartet war, schnellstmöglich auch den Dämpfer am Ostersonntag. Denn bereits in einer Woche wartet in Favoriten das Derby gegen die Wiener Austria. Mit einem Sieg über die Veilchen würde wohl auch das Sturm-Spiel schnell wieder in Vergessenheit geraten.

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