"Wir sind da" - LASK wittert seine Chance

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LASK tankte Selbstvertrauen: "Alles ist möglich"

Bild: APA/APA/EXPA/ REINHARD EISENBAUER/EXPA/ REINHARD EISENBAUER


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Der LASK ist erfolgreich aus der Länderspielpause gestartet. Beim 4:1 gegen die Wiener Austria am Ostersonntag war die Richtung rasch vorgegeben. "Wir wissen alle, dass wir es können. Nach 15 Minuten war die Messe gelesen", konstatierte ÖFB-Teamstürmer Sasa Kalajdzic, der noch in der ersten Hälfte zum 4:1-Endstand traf. "Es war ein extrem wichtiger Sieg für uns. Hättest du heute verloren, wäre der Zug abgefahren gewesen. So bleibst du mittendrin", erklärte Dietmar Kühbauer.

Sieben Runden vor Schluss gehört der LASK (22) nun zu einem Verfolger-Trio um die punktgleichen Salzburger und Rapid. Nur Meister Sturm ist nach dem 2:0 bei Rapid leicht - um vier Punkte - vorne. "Wir sind da", bekundete LASK-Sportchef Dino Buric auf Sky. "Das nächste wichtige Spiel gegen Red Bull Salzburg steht an. Wir sehen Woche für Woche, wie ausgeglichen es ist. Es ist die Tagesform, die du an den Tag legen musst."

Linzer mögen es scharf

"Dass es eng wird, wissen wir alle. Es wird der Meister, der es am Schärfsten gemacht hat", sagte Kühbauer. Dazu konnte Kalajdzic nach dem ersten Sieg in der diesjährigen Meistergruppe treffend feststellen: "Unsere Schärfe war da, wir waren effizient. Mir hat gefallen, wie jeder Einzelne ans Limit gegangen ist und dann forciert man auch ein bisschen das Glück."

Letztlich, da war man sich auch im Linzer Lager sicher, lief an diesem Ostersonntag schon in der Anfangsphase "alles für uns", wie Rückkehrer Sascha Horvath zugab. "Wir machen ein Standardtor, dann Rote Karte, Freistoß, du bist dann einer mehr. Es war das erste Mal wieder heiß und wir lassen sie dann gut laufen." Das Zeug zur Initialzündung für ein erfolgreiches Saisonfinish der Athletiker sieht der Kapitän gegeben. Es sei "sowieso alles möglich", meinte Horvath. "Wir haben in der Saison Auf und Abs, es heißt jetzt einfach dranbleiben."

Austria-"Deja-vu" vor dem Derby

Die Austria verlor gegen einen direkten Konkurrenten an Boden. Dennoch ist Rang zwei nur einen Punkt entfernt. "Komplett verschlafen, überhaupt nicht da gewesen. Das reicht dann mit der Atmosphäre einfach nicht", sagte Verteidiger-Routinier Reinhold Ranftl über den Beginn seiner Mannschaft. Es gipfelte im zweiten Rückschlag in der Meistergruppe. Wie schon beim 2:5 gegen Sturm flog Tin Plavotic vom Platz. "Ich glaube nicht, dass er es wollte, aber so ist das Regelwerk", sagte Ranftl zum unglücklichen Handspiel des baumlangen Verteidigers, das zum Ausschluss führte. "Wir dürfen auch nicht so auseinanderfallen. Das hatten wir schon gegen Sturm und heute detto", sagte Ranftl.

Stephan Helm widersprach. "Es schmerzt und ist extrem anstrengend, diese 70 Minuten so gut wie möglich zu gestalten. Die Mannschaft hat trotzdem wieder gezeigt, dass wir weit davon entfernt sind, auseinanderzubrechen." Allerdings, es fühle sich schon "wie ein kleines Deja-vu" an, erinnerte auch Helm an die Sturm-Partie. Dass es dieses Mal bei "nur" vier Gegentoren blieb, war hauptsächlich dem verschwenderischen Umgang der Linzer mit weiteren Top-Chancen geschuldet.

Der Trainer forderte einen Lerneffekt bei seiner Truppe. "Wir müssen daraus lernen. Denn eins steht fest: Wenn wir 90 Minuten zu elft spielen, sind wir eine extrem gefährliche Mannschaft. Wenn wir eine so lange Zeit zu zehnt spielen, wird es schwierig", meinte Helm. Am kommenden Sonntag kommt es in einem Heimderby gegen Rapid zum Duell zweier Mannschaften, die jeweils Rückschläge erlitten haben. "Das Derby ist ein sehr wichtiges Spiel, wo wir mit drei Punkten wieder sehr viel gutmachen können", weiß Austria-Kapitän Manfred Fischer. Das Spiel in Linz sei "natürlich ein Dämpfer, aber es wird uns nicht aus der Bahn schmeißen".

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