Sturm und LASK öffnen Salzburg die Tür im Titelrennen
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von AgenturenWenn sich Sturm und LASK streiten, freut sich Salzburg
Bild: APA/APA/ERWIN SCHERIAU/ERWIN SCHERIAU
Das wilde 1:1 zwischen Sturm Graz und dem LASK kannte am Mittwoch erneut nur einen Sieger: Red Bull Salzburg ist nach einem 3:1 gegen die Wiener Austria nun allen Turbulenzen zum Trotz erster Sturm-Jäger. Sturm (29 Punkte), Salzburg (28), LASK (27) - vier Runden vor Schluss kann von einer Vorentscheidung im Meisterrennen keine Rede sein. Für die Grazer war der verpasste Sieg in doppelter Überzahl in einem Emotionsschlager ein Nackenschlag, die Athletiker haderten ebenfalls.
Denn angesichts der gefühlten Überlegenheit fühlten sich zwei Punkte in den beiden Duellen gegen Sturm für die Linzer nach zu wenig Ertrag an. "Alle sind sauer und traurig, weil wir gewusst haben, dass wir die bessere Mannschaft sind", erklärte Sasa Kalajdzic. "Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir zu elft das Spiel klar für uns entschieden hätten. Mit zwei Mann weniger kämpfst du dann ums Überleben, wobei ich sagen muss, dass Sturm wenige Ideen hatte", meinte LASK-Trainer Dietmar Kühbauer. Er sah dieses Mal kein Chancenfurioso mit Abschlussschwäche wie drei Tage zuvor, sondern eine Selbstdemontage seiner Truppe.
Unzufriedenheit in Schwarz-Weiß
Denn mit zwei Gelb-Roten Karten von Joao Tornich und Samuel Adeniran schwächten sich die Linzer selbst. Gut möglich, dass die gegen Sturm liegengelassenen Punkte in der Endabrechnung dem Cupfinalisten fehlen werden. Kalajdzic sah in der Partie "von Dummheit bis Unfähigkeit alles drin. Wir haben in Unterzahl die besseren Chancen und machen uns das Leben selber schwer". Der ÖFB-Teamstürmer haderte in seinem hochemotionalen Sky-Interview auch mit dem Schiedsrichter ("keine Kontrolle im Spiel"), gestand aber wie alle LASK-Akteure ein, dass Schiedsrichter Arnes Talic und sein Team dieses Mal alle großen Entscheidungen richtig bewerteten.
Auch Sturm war unzufrieden. "Du bist zwei Mann mehr. Das Spiel müssen wir einfach gewinnen", klagte Verteidiger Albert Vallci. Mehr als der Elfmetertreffer zum 1:1 durch Otar Kiteishvili glückte trotz langer Überzahl nicht. "Solche Chancen kriegst du nicht so oft im Leben und wir haben sie heute leider verpasst", konstatierte Trainer Fabio Ingolitsch. Sturm rannte bei einer Ecke in einen Konter, den der LASK mustergültig über Sascha Horvath und Moses Usor abschloss. Einfacher wurde es für die offensiv von Einzelleistungen lebenden Grazer damit nicht.
"Uns haben ein wenig die kreativen und speziellen Momente gefehlt", gab Ingolitsch zu. Die Steirer, die nicht mehr über die Klasse vergangener Jahre verfügen, kämpfen zudem mit Verletzungssorgen. Aus dem Spiel heraus ist der Meister bereits drei Spiele lang ohne Torerfolg. "Uns geht natürlich Offensivpower und Schnelligkeit ab. Wir mussten mit Beganovic, Rozga und Hödl Eins-gegen-Eins-Spieler vorgeben, die in so einem Spiel guttun würden", beklagte Ingolitsch.
Salzburg an Sturm dran: "Jetzt heißt es cool bleiben"
Auch deswegen könnten die Salzburger im Meisterrennen doch den längsten Atem haben. Nach einem erneuten 3:1-Erfolg gegen die Wiener Austria dürfen die Bullen wieder Titelhoffnungen wälzen. "Jetzt heißt es cool bleiben und die Leistung von Spiel zu Spiel bis zum letzten Spieltag verbessern, es darf niemand die Bodenhaftung verlieren", meinte Salzburg-Trainer Daniel Beichler. Er will seine Mannschaft mittlerweile gefunden haben. "Es gibt aber noch genug zu tun, vor allem haben wir noch nicht die Stabilität, die wir wollen. Diese Erfolgserlebnisse tun den Spielern jedenfalls gut."
Noch ehe es zum direkten Duell zwischen Salzburg und Sturm kommt (3. Mai), gastieren die Salzburger am kommenden Sonntag bei Rapid, der LASK in Hartberg und Sturm empfängt die Austria. "Am Ende sind wir die, die immer noch von der Tabellenspitze lachen dürfen", meinte Sturms Ingolitsch. Sein Team ist als einziges der Meistergruppe noch unbesiegt. "Es ist heuer Schneckentempo. Wir hamstern die Punkte so gut es geht, kämpfen mit den Waffen, die wir zur Verfügung haben und werden bis zum Ende alles raushauen."
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