Symphonieorchester Vorarlberg 2026/27 mit "neuen Ideen"

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Das SOV spielt Abo-Konzerte in Bregenz und Feldkirch.

Bild: APA/APA/THEMENBILD/BARBARA GINDL


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Das Symphonieorchester Vorarlberg (SOV) startet "mit neuen Ideen, neuem Programm und neuer Energie" in die Saison 2026/27. Zum Besten gegeben werden sechs Abo-Konzerte, Auftritte gibt es etwa aber auch beim Festival "texte & töne" in Bregenz sowie bei den Festspielen in der Landeshauptstadt. Zu hören sein werden "Meilensteine der Orchesterliteratur von Haydn bis ins 20. Jahrhundert", kündigte das SOV an. Mit speziellen Aktionen will man insbesondere junges Publikum gewinnen.

Die Konzertsaison 2026/27 wird am 26./27. September mit einer "Feier der österreichischen Musik" begonnen, wie es Chefdirigent Leo McFall formulierte. Er wird selbst am Pult stehen, wenn das SOV Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert interpretiert, die ein Stück des Vorarlberger Komponisten Herbert Willi ("Ego eimi") quasi in die Mitte nehmen. Als Solo-Klarinettistin wurde Sharon Kam gewonnen.

Bei den Abo-Konzerten im Oktober (24./25.) und November (28./29.) dirigieren Sascha Goetzel und Marzena Diakun. SOV-Geschäftsführer Gerald Mair versprach für Oktober ein "kurzweiliges, spannendes, sehr abwechslungsreiches Konzert" mit Stücken von Joseph Haydn, Franz Schreker, Dmitri Kabalewski und Alexander Zemlinsky. Als Violin-Solist zeigt der Niederländer Niek Baar sein Können. Einen Monat später im November wird Sebastian Klinger mit dem Violoncello zu Kompositionen von Robert Schumann und Antonín Dvořák (Mair: "sehr klassisch, populär") im Mittelpunkt stehen.

Beethoven zum Abschluss

Das vierte Abo-Konzert am 23./24. Jänner präsentiert als Dirigent erneut Leo McFall, an der Viola Timothy Ridout. Gespielt werden Kompositionen von Alexander Porfirjewitsch Borodin, William Walton und Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow. Am 13./14. März werden Richard Wagner, Richard Strauss, Felix Mendelssohn-Bartholdy sowie Wolfgang Amadeus Mozart gespielt, dirigiert wird das SOV dann von Katharina Müllner, am Horn wird Matías Piñeira glänzen. Den Abschluss der Abo-Saison bilden am 15./16. Mai Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms. Ehrendirigent Gérard Korsten wird dazu nach Vorarlberg kommen, zum 200. Todestag des Komponisten wird Beethovens Triplekonzert (Clemens Zeilinger, Klavier; Verena Stourzh, Violine; Florian Berner, Violoncello) zu hören sein.

Beim Festival "texte & töne" (7. November) spielt das SOV unter anderem die Auftragskomposition "We are still... and time moves through us" von Martin Ritter, als Dirigent kehrt Paul-Boris Kertsman zurück. Das Programm der Bregenzer Festspiele bereichert das SOV unter anderem durch sein Spiel bei der Oper "L'elisir d'amore" von Gaetano Donizetti im Theater am Kornmarkt. Ein jährlicher Fixpunkt ist die Orchester-Matinee am Schlusstag der Festspiele. Leo McFall und Festspielintendantin Lilli Paasikivi haben dafür ein "britisches Programm" zusammengestellt.

Einsparungen "zum Teil brutal"

Wirtschaftlich sind die Zeiten für das SOV weiter schwierig, wie SOV-Präsident Manfred Schnetzer bekannte. Die Einsparungen seien "zum Teil brutal", berichtete er unter anderem von "weniger Proben". "Es wird überall gespart, am Ende werden wir es schaffen", betonte Schnetzer. Das SOV zählte zuletzt 1.438 Abonnenten, etwa gleich viele wie 2024. Dennoch gingen seit der Corona-Pandemie 500 Abonnements verloren. Die Auslastung der Konzerte lag 2025/26 bei etwa 73 Prozent und war damit rückläufig. Mit rund 1,7 Mio. Euro bleibt das Budget auf dem Vorjahresniveau, auch der Beitrag des Landes (650.000 Euro) hat sich nicht verändert. Der Eigendeckungsgrad lag weiter bei 58 Prozent.

Um größeres Publikum begeistern zu können, setzt das SOV sein in der Vorsaison gestartetes Format "SOV Outreach" - man geht für kurze Gastspiele auf Vorarlberg-Tour - fort. Neu ins Leben gerufen wurden ein Schnupper-Abo für drei Abo-Konzerte, für junge Abonnenten bis 35 (bisher: 30) gibt es spezielle Vergünstigungen. Die Preise bei Einzeltickets und Abonnements sind lediglich indexiert worden. Einzeltickets kosten je nach Kategorie zwischen 37 und 79 Euro, Abos 192 bis 408 Euro.

(S E R V I C E - Symphonieorchester Vorarlberg www.sov.at)

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