Teheran rechnet mit neuen Angriffen

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von Agenturen

Die iranischen Streitkräfte haben die Waffenruhe genutzt

Bild: APA/APA/AFP/-


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Teheran rechnet inmitten militärischer Spannungen mit neuen Angriffen. "Die offenen und verdeckten Bewegungen des Feindes zeigen, dass er eine neue Runde des Krieges anstrebt", sagte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Qalibaf in einer Audiobotschaft, die iranische Medien verbreiteten. Die Streitkräfte hätten die Waffenruhe bestmöglich genutzt, um ihre Fähigkeiten wiederaufzubauen. Israels Armee ist nach neuen Drohungen des Iran und der USA in "höchster Alarmbereitschaft".

"Zum jetzigen Zeitpunkt ist die IDF in höchster Alarmbereitschaft und auf jede Entwicklung vorbereitet", sagte Armeechef Eyal Zamir am Mittwoch bei einem Treffen von Kommandanten einer Erklärung zufolge. Auch Saudi-Arabien warnte vor "gefährlichen Folgen einer Eskalation".

Der saudi-arabische Außenminister Faisal bin Farhan Al Saud forderte den Iran auf, die diplomatischen Bemühungen zu nutzen. So könnten die "gefährlichen Folgen einer Eskalation" vermieden werden, schrieb der Minister am Mittwoch im Onlinedienst X. Teheran solle "unverzüglich auf Bemühungen reagieren, die darauf abzielen, die Verhandlungen zu einem Abkommen voranzubringen".

Zugleich lobte der saudi-arabische Außenminister US-Präsident Donald Trump dafür, dass er "der Diplomatie eine Chance" gebe. Riad unterstütze überdies die laufenden Bemühungen des Vermittlers Pakistan um eine friedliche Beilegung des Konflikts.

Warnung der Revolutionsgarden

Zuvor hatten die iranischen Revolutionsgarden gewarnt, dass sich der Krieg über die Region hinaus ausbreiten würde, falls die USA und Israel erneut angriffen. Davor hatte Trump mit neuen Angriffen gedroht, sollte Teheran einem Friedensabkommen nach seinen Bedingungen nicht zustimmen.

Unterdessen ist Pakistans Innenminister Mohsin Raza Naqvi zum zweiten Mal in dieser Woche für Gespräche mit iranischen Regierungsvertretern in Teheran. Dort traf er zunächst seinen Amtskollegen Eskandar Momeni, wie der staatliche Rundfunk berichtete. Naqvi war bereits zu Beginn der Woche im Iran. Dabei traf er sich unter anderem mit Qalibaf und Außenminister Abbas Araqchi, die Irans Verhandlungen mit den USA führen.

Innenminister Naqvi gilt als enger Vertrauter des pakistanischen Militärführers Asim Munir, der gute Kontakte zu Trump pflegen soll. Ende Februar hatten die USA und Israel einen Krieg gegen den Iran begonnen. Seit Anfang April gilt eine Waffenruhe. Danach kam es zu Verhandlungen. Pakistan hatte in den vergangenen Wochen intensiv vermittelt.

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