Totschnig warnt vor anhaltender Waldbrandgefahr
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von AgenturenMinister Totschnig warnte vor der aktuellen Waldbrandgefahr
Bild: APA/APA/ROLAND SCHLAGER/ROLAND SCHLAGER
Nach den Ausbrüchen von Waldbränden in verschiedenen Bundesländern - die verheerendsten in Kärnten und in der Steiermark - hat sich Forstwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) zu Wort gemeldet: "Waldbrände haben in den vergangenen Tagen ihr zerstörerisches Ausmaß gezeigt", hieß es vom Minister am Mittwoch. Für die Prävention von Waldbränden und zum Schutz der Wälder sei es notwendig, sich der Gefahr bewusst zu sein und verantwortungsbewusst zu handeln.
"Um unsere Wälder auch in Zeiten des Klimawandels zu bewahren, setzen wir auf integrierte, vorausschauende Strategien zur Brandverhütung, Brandbekämpfung und Wiederbewaldung", wurde Totschnig in einer Aussendung weiter zitiert. Dazu gehöre das Aktionsprogramm "Brennpunkt Wald", das von Totschnig im August 2022 präsentiert wurde. Für diese Maßnahmen stehen demnach Mittel aus dem Waldfonds in der Höhe von 13,9 Millionen Euro zur Verfügung. Für die Feuerwehren seien rund sieben Millionen Euro in Spezialausrüstung für die Waldbrandbekämpfung investiert worden. "Ohne diese vorbeugenden Maßnahmen des Waldfonds hätten zahlreiche Waldbrände in den vergangenen Jahren nicht so rasch und zielgerichtet eingedämmt werden können", schrieb das Land- und Forstwirtschaftsministerium in der Aussendung.
Forstwirtschaftsministerium: Waldbrandgefahr derzeit "erheblich"
Die Maßnahmen im Aktionsprogramm sollen besonders an Waldbesucherinnen und -besucher appellieren. Denn mehr als 80 Prozent der Waldbrände in Österreich würden durch Menschen verursacht, hieß es vom Ministerium. Daher setze man auf Prävention und Bewusstseinsbildung. Das Ministerium nannte fünf Punkte, auf die Waldbesucherinnen und -besucher achten sollen: Man soll im Wald nicht rauchen und kein Feuer entzünden. Vorsicht gelte beim Umgang mit Brauchtumsfeuern und Feuerwerk in der Nähe von Wäldern. Verbote bei Waldbrandgefahr seien zu beachten und Waldbrände sofort der Feuerwehr (122) zu melden.
Seit Jahresbeginn habe es 75 dokumentierte Waldbrände in Österreich gegeben. Dabei sei eine Fläche von rund 150 Hektar verbrannt. Aufgrund der unterdurchschnittlichen Niederschläge im bisherigen Jahresverlauf sei die Waldbrandgefahr derzeit "erheblich", hieß es vom Ministerium. Zwar sei durch den einsetzenden Vegetationsaustrieb die Gefahr für Waldbrände etwas gesunken: "Dennoch ist regional Vorsicht geboten", mahnte Totschnigs Haus.
Das Ministerium erinnerte zudem an die gesetzlichen Grundlagen: Im Wald und in seiner Nähe darf nur jemand Feuer machen, der ausdrücklich dazu berechtigt ist. Verboten ist es, glimmende Zigaretten oder Streichhölzer wegzuwerfen. Wenn die Waldbrandgefahr besonders hoch ist, können Behörden Feuermachen und Rauchen im Wald und in dessen Nähe vollständig verbieten. Diese zeitlich begrenzten Waldbrandverordnungen werden von der jeweiligen Bezirkshauptmannschaft erlassen. Beispielsweise sind momentan aufgrund der anhaltenden Trockenheit in allen niederösterreichischen Bezirken Waldbrandverordnungen in Kraft.
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