Trump: "Öffnet die Meerenge, ihr verrückten Bastarde"

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von Agenturen

Laut Trump wird aktuell mit dem Iran verhandelt

Bild: APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/POOL


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US-Präsident Donald Trump droht dem Iran in scharfem Ton mit verstärkten Angriffen auf Kraftwerke und Brücken. "Öffnet die verdammte Meerenge, ihr verrückten Bastarde, oder ihre werdet in der Hölle landen", erklärte er auf seiner Plattform Truth Social mit Blick auf die Straße von Hormuz und unter Verweis auf ein von ihm gestelltes Ultimatum an den Iran. "Dienstag wird der Tag der Kraftwerke und der Tag der Brücken, alles in einem. Das wird ein unvergessliches Erlebnis!"

Zudem kündigte Trump für Montag eine Pressekonferenz an. Diese werde mit Vertretern der US-Armee im Oval Office in Washington am Montag um 13.00 Uhr (Ortszeit, 19 Uhr MESZ) stattfinden. Bereits am Samstag hatte er einen inhaltlich ähnlichen, aber bei weitem nicht so beleidigend formulierten Post abgesetzt, um mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken zu drohen. "Die Zeit läuft davon - 48 Stunden, bevor die Hölle über sie hereinbricht", schrieb er am Samstag auf Truth Social.

Iran: "Drohungen verstoßen gegen das Völkerrecht"

Die iranische UNO-Vertretung in Genf erklärte als Reaktion auf X, die Androhung der vorsätzlichen Zerstörung ziviler Infrastruktur - Kraftwerke und Brücken - stelle einen Verstoß gegen das Völkerrecht dar. "Diese Rhetorik ist nicht nur eines Präsidenten unwürdig, sondern zeugt auch von einer gefährlichen Missachtung der Genfer Konventionen und des Schutzes von Nichtkombattanten." Diplomatie erfordere ein Mindestmaß an Rechtmäßigkeit und keine Drohungen mit der "Hölle".

Trump hatte dem Iran schon einmal ein Ultimatum für die Öffnung der für den globalen Öl- und Gashandel wichtigen Straße von Hormuz gesetzt, es vergangene Woche aber noch einmal verlängert. Bis zum 6. April (US-Ortszeit; 7. April/02.00 Uhr MESZ) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, sagte er seinerzeit unter Verweis auf "sehr gute" Gespräche.

Dem Sender Fox-News sagte Trump, er rechne bis Montag mit einem Abkommen mit dem Iran. Die Regierung in Teheran verhandle derzeit. Den aktuellen Unterhändlern auf iranischer Seite sei eine eingeschränkte Amnestie gewährt worden. Sollte der Iran nicht zu einer Einigung bereit sein, wolle er sich das iranische Öl aneignen, fügt Trump hinzu. Zudem erklärt er, die USA hätten Anfang des Jahres über die Kurden Waffen an iranische Demonstranten geliefert. Er gehe jedoch davon aus, dass die Kurden diese behalten haben.

Geretteter US-Pilot "schwer verletzt"

Zuvor hatte er bekannt gegeben, ein US-Waffenoffizier, dessen Kampfjet über dem Iran abgeschossen worden war, sei von US-Spezialkräften bei einem hochriskanten Kommandoeinsatz gerettet worden. "Wir haben ihn", schrieb US-Präsident Donald Trump am Ostersonntag auf Truth Social in Großbuchstaben. Der Soldat sei schwer verletzt, befinde sich aber in Sicherheit. Trump lobte den Soldaten und alle an dem Spezialeinsatz Beteiligten für ihren Mut.

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