Unentschiedenkönig Sturm voran - Salzburg patzt wieder spät

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von Agenturen

Enttäuschte Gesichter bei den Salzburgern nach dem späten Ausgleich

Bild: APA/APA/KRUGFOTO/KRUGFOTO


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"Unentschiedenkönig" Sturm Graz hat Red Bull Salzburg im Titelrennen der Fußball-Bundesliga knapp auf Distanz halten können. Dank eines späten Treffers von Axel Kayombo (93.) zum 1:1-Endstand in Wals-Siezenheim liegt der Titelverteidiger zwei Runden vor Schluss in der Meistergruppe zwei Punkte vor den Salzburgern. Dazwischen befindet sich noch der LASK, der die Spitzenposition am Montag zurückerobern kann. Die Salzburger gaben einmal mehr erst sehr spät Punkte aus der Hand.

"Wir werden am Montagabend sehen, wie viel dieser Punkt wirklich wert war. Vielleicht werden wir es auch erst in zwei Wochen sehen, am 17. Mai, wie viel dieser Punkt wert war. Fakt ist, wir haben uns jetzt wieder an die Tabellenspitze gekämpft. Da wollten wir hin, so wollten wir heimfahren. Das haben wir geschafft", resümierte Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch. Entscheidend war eine Kombination zweier spät eingetauschter Wechselspieler. Der an der Wade angeschlagene Otar Kiteishvili bediente den erst in Minute 88 gekommenen Axel Koyombo, dessen erster Saisontreffer zu einem ganz wichtigen Zeitpunkt fiel.

Tor "Riesensache" für Kayombo

"Das Tor macht er überragend, für ihn ist das eine Riesensache. Ich bin super-happy für ihn", sagte der 34-Jährige. Der Stürmer habe ein hartnäckiges Formtief hinter sich gebracht. "Ich hoffe, das Tor gibt ihm einen Push." Doch nicht nur Kayombo. "Wir haben trotz der vielen Ausfälle von der Bank nachlegen können. Dass das dann das Spielentscheidende ist, gibt uns Auftrieb", erläuterte Sturms Coach. Seine "Kabinenpredigt" zur Pause verfehlte ihre Wirkung nicht. Von dem laut Ingolitsch in der Anfangsphase gebotenen "Angsthasenfußball" war dann keine Spur mehr. Seine Truppe habe eine "super Reaktion" gezeigt.

"Natürlich fühlt sich dieser Lucky Punch am Ende sehr gut an, dieses Remis ist eher ein Gewinn als ein Verlust", betonte Ingolitsch. Dadurch sind die Steirer schon elf Spiele unbesiegt. Eine Serie, die Ingolitsch "grundsätzlich Spaß macht". Allerdings endeten die jüngsten fünf Partien allesamt mit einer Punkteteilung, viermal gab es zuletzt ein 1:1. "So einen Last-Minute-Punkt nimmt man natürlich mit. Ich glaube, das wird bei uns auch noch einmal Kräfte freisetzen für die nächsten zwei Spiele", verlautete Defensivspieler Emir Karic. In Hartberg und gegen Rapid werde es für den Titel "wahrscheinlich zwei Siege" brauchen. Salzburg dürfe man auch noch nicht abschreiben.

Salzburg hat laut Beichler "fast keinen Anspruch auf Titel"

Die zwei Partien sieglosen "Bullen" treten noch beim LASK und gegen Hartberg an. Bei Coach Daniel Beichler war "die Enttäuschung viel zu groß", um sich groß mit der Titelchance zu befassen. "Mich nervt es einfach, dass wir zu viel nach links und rechts schauen müssen, statt heute unsere drei Punkte mitzunehmen", sagte der 37-Jährige. Wenn man die Spiele immer wieder auf diese Weise hergebe, habe man auch fast keinen Anspruch auf den Titel. In der Meistergruppe hatte sein Team gegen den LASK in der 95. Minute das 2:3 kassiert, bei Rapid zuletzt in der 88. Minute das 0:1. "Es waren viele bittere Momente, der heute tut aber besonders weh."

Das konnte auch Rechtsverteidiger Stefan Lainer nicht leugnen. "Wir hätten viele Kontersituationen besser ausspielen können, sodass wir das Spiel vorzeitig entscheiden. Wir hätten das zweite Tor machen müssen. Das 1:1 ist ganz unnötig und bitter, steht aber sinnbildlich für die Saison." Nach diesem "Nackenschlag" müsse man sich einmal mehr in dieser Saison wieder aufrappeln. "Zwei Runden haben wir noch, natürlich kämpfen wir darum", versprach Yorbe Vertessen, der in der 22. Minute für einen Start nach Maß gesorgt hatte.

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