Verhandlungen mit dem Iran laut Trump in der Endphase
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von AgenturenBeim Scheitern der Gespräche soll es neue Angriffe geben
Bild: APA/APA/AFP/KENT NISHIMURA
US-Präsident Donald Trump sieht nach eigenen Angaben die Verhandlungen mit dem Iran auf der Zielgeraden, droht jedoch für den Fall eines Scheiterns mit neuen Angriffen. "Wir sind in der Endphase mit dem Iran", sagte Trump am Mittwoch vor Journalisten. Entweder gebe es ein Abkommen, oder die USA würden "einige Dinge tun, die ein bisschen unschön sind". Er habe es nicht eilig. Die Regierung in Teheran warf Trump vor, eine Wiederaufnahme des Krieges zu planen.
Die Revolutionsgarden erklärten, sollte sich die Aggression gegen den Iran wiederholen, werde sich der Krieg diesmal über den Nahen Osten hinaus ausweiten. Auch der iranische Chefunterhändler, Parlamentspräsident Mohammad Bagher Qalibaf, sprach von Hinweisen auf weitere US-Militärschläge.
Die USA und Israel hatten Ende Februar den Iran angegriffen. Seit sechs Wochen gilt eine Feuerpause. Die Friedensgespräche haben seitdem offenbar kaum Fortschritte erzielt. Um die Verhandlungen voranzutreiben, reiste der pakistanische Innenminister am Mittwoch nach Teheran. Pakistan fungiert als Vermittler.
Der Iran legte den USA in dieser Woche ein neues Angebot vor. Angaben aus Teheran zufolge enthält dieses jedoch weitgehend Forderungen, die Trump bereits abgelehnt hat - darunter die Kontrolle über die Straße von Hormuz, Reparationszahlungen, die Aufhebung von Sanktionen sowie den Abzug der US-Truppen aus der Region.
US-Präsident unter Druck
Trump hatte eigenen Worten zufolge kürzlich in letzter Minute auf Bitten mehrerer Golfstaaten auf weitere Attacken verzichtet. Der Konflikt hat zu den größten Störungen der weltweiten Energieversorgung in der Geschichte geführt. Der Iran hält die für den Öltransport wichtige Straße von Hormuz für die meisten Schiffe gesperrt. Die USA reagierten im vergangenen Monat mit einer Blockade iranischer Häfen.
Trump steht unter Druck, den Krieg zu beenden, da die gestiegenen Energiepreise seine Republikanische Partei im Vorfeld der Kongresswahlen im November belasten. Die wechselhafte Haltung der US-Regierung sorgt an den Ölmärkten außerdem für starke Preisausschläge.
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