Vier Tote bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen
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von AgenturenFolgen eines israelischen Luftangriffs im Gazastreifen am Donnerstag
Bild: APA/APA/AFP/EYAD BABA
Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen trotz geltender Waffenruhe sind nach palästinensischen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Eine Person sei bei einem Angriff in Khan Younis im Süden des Küstengebiets ums Leben gekommen, sagten örtliche Sanitäter. Weitere Menschen seien verletzt worden. Das israelische Militär teilte mit, es habe auf Kämpfer gezielt, die Munition transportiert hätten. Diese hätten eine Bedrohung für israelische Soldaten dargestellt.
Drei weitere Personen, darunter ein Rettungshelfer, wurden den örtlichen Gesundheitsbehörden zufolge bei einem separaten Angriff in Maghazi im Zentrum des Gazastreifens getötet. Vom israelischen Militär lag zu diesem Angriff zunächst keine Stellungnahme vor. Erst am Mittwoch waren nach palästinensischen Angaben bei einem israelischen Luftangriff nahe einer Moschee in Beit Lahiya im nördlichen Gazastreifen fünf Palästinenser getötet worden, darunter drei Kinder.
Lage in Gaza bleibt instabil
Seit Oktober vergangenen Jahres herrscht offiziell eine Waffenruhe im Gazastreifen. Seitdem sind nach Angaben der von der palästinensischen Terrororganisation Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde mehr als 780 Palästinenser getötet worden. Israels Armee kontrolliert weiter die Hälfte des Gebiets am Mittelmeer, in dem Rest konnte die Hamas ihre Kontrolle wieder stabilisieren. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte während des zweijährigen Gaza-Kriegs einen "totalen Sieg" über die Hamas versprochen.
Der israelische TV-Sender N12 berichtete, ein an Regierungsvertreter übermittelter Geheimdienstbericht warne, dass die Hamas ihre militärischen und zivilen Strukturen während der Waffenruhe deutlich gestärkt habe. Ohne eine Entwaffnung der Hamas drohe ein Rückfall in den Ausgangszustand. Die Gruppierung lehnt die im Gaza-Friedensplan von US-Präsident Donald Trump vorgesehene Niederlegung der Waffen jedoch bisher ab.
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