Wieder dutzende Tote bei Rebellenangriffen in Mali

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von Agenturen

Rebellen in Mali bringen Militärregierung in Bedrängnis

Bild: APA/APA/AFP/-


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Bei einer neuen Angriffswelle dschihadistischer Kämpfer im Zentrum von Mali sind örtlichen Angaben zufolge dutzende Menschen getötet worden. Zu den Angriffen bekannte sich die dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahestehende Dschihadistenmiliz JNIM, wie am Samstag aus Sicherheitskreisen verlautete. Die Gruppe hatte am Mittwoch bereits bei Angriffen in den Ortschaften Kori Kori und Gomossogou mindestens 30 Menschen getötet.

Ein örtlicher Behördenvertreter erklärte, die jüngsten Angriffe der bewaffneten Gruppen in den Ortschaften Kouroude und Dougara hätten die Gesamtzahl der Todesopfer der vergangenen Tagen auf über 70 ansteigen lassen. Ein anderer Vertreter sprach von 80 Toten.

"Die JNIM nimmt Dörfer ins Visier, die sich geweigert haben, örtliche Vereinbarungen zu unterzeichnen", hieß es aus Kreisen der Sicherheitskräfte. "Unsere Herzen bluten", sagte ein örtlicher Jugendvertreter. Er warf der Armee vor, nicht zur Hilfe gekommen zu sein.

Militärregierung zunehmend unter Druck

Die Angriffe ereigneten sich rund zwei Wochen nach einer groß angelegten gemeinsamen Offensive der JNIM und der Tuareg-Rebellengruppe FLA gegen Stellungen der Militärregierung des westafrikanischen Landes. Dabei wurden mehrere Städte und Ortschaften im Norden eingenommen, darunter die strategisch wichtige Stadt Kidal.

Mali wird seit Jahren von Gewalt dschihadistischer Gruppen, separatistischer Rebellen und bewaffneter Milizen erschüttert. Nach zwei Militärputschen 2020 und 2021 steht die Junta durch die jüngsten koordinierten Angriffe zunehmend unter Druck. Nach dem Abzug westlicher Truppen im Jahr 2023 setzte die Militärregierung verstärkt auf russische Unterstützung.

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