ZARA dokumentierte 2025 1.539 rassistische Vorfälle
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von AgenturenSchüler trauen sich oft nicht rassistische Diskriminierung zu melden
Bild: APA/APA/TOBIAS STEINMAURER/TOBIAS STEINMAURER
Bei der Anti-Rassismus-Beratungsstelle ZARA sind 2025 1.539 Meldungen von Rassismus dokumentiert worden. Das ist ein leichter Rückgang von 6,5 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. Deutlich häufiger als in den Vorjahren wurden die rassistischen Vorfälle laut dem am Montag veröffentlichten Bericht von Betroffenen selbst gemeldet - konkret 47 Prozent der Meldungen. Die übrigen 53 stammten von Zeuginnen oder Zeugen, 2024 waren nur 21 Prozent der Meldungen von Betroffenen gekommen.
Erneut betrafen mehr als die Hälfte der gemeldeten rassistischen Vorfälle (56 Prozent) Online-Rassismus. 15 Prozent der Fälle entfielen auf rassistische Vorfälle im öffentlichen Raum, acht Prozent auf Rassismus durch staatliche Behörden und Institutionen, sieben Prozent durch die Polizei. In 13 von 61 Fällen gemeldeter rassistischer Polizeigewalt reichten die Betroffenen mit Hilfe von ZARA formale Beschwerden ein.
96 Meldungen von Rassismus im Bildungsbereich
Der Fokus des diesjährigen ZARA-Berichts liegt auf Rassismus in Bildungsinstitutionen. 2025 wurden von der Beratungsstelle 96 Rassismus-Meldungen im Bildungsbereich dokumentiert. Der Großteil (59 Prozent) davon betraf die Schule, 20 Prozent Hochschulen, 17 Prozent andere Ausbildungen und vier Prozent Kindergärten. "Rassismuserfahrungen können sich bereits im Kindesalter negativ auf die soziale, emotionale und gesundheitliche Entwicklung auswirken", heißt es in dem Bericht.
Schülerinnen und Schüler hätten oft Angst, dass Lehrpersonen sich nach einer Beschwerde "rächen" könnten oder sogar noch andere Lehrkräfte auf ihre Seite ziehen. Vor allem jene mit weniger guten Noten würden oft befürchten, dass eine Beschwerde gegen Lehrpersonen sich negativ auf die Verhaltensnote auswirkt oder dazu führt, dass sie die schlechtere von zwei möglichen Noten erhalten. Aus diesem Grund würden Vorfälle oft nicht gemeldet, weshalb von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist.
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