Zuvor bereits festgesetzter Lenker rammte Wiener Polizeiauto
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von AgenturenVerfolgungsjagd in Wien mit über 130 km/h
Bild: APA/APA/THEMENBILD/EVA MANHART
Rund drei Stunden, nachdem Wiener Polizisten einem 20-Jährigen in der Nacht auf Sonntag wegen Schnellfahrens die Autoschlüssel abgenommen hatten, saß der Lenker schon wieder am Steuer. Um einer zweiten Amtshandlung zu entgehen, versuchte er zu flüchten. Dabei rammte er das zivile Polizeieinsatzfahrzeug und raste mit bis zu 133 Stundenkilometern im Ortsgebiet, berichtete Polizeisprecher Markus Dittrich am Sonntag.
Gegen 22.15 Uhr war der von dem Afghanen gelenkte Mercedes auf der Adalbert-Stifter-Straße wegen überhöhter Geschwindigkeit von Beamten der Landesverkehrsabteilung kontrolliert worden. Dabei stellte sich heraus, dass der 20-Jährige keine gültige Lenkberechtigung besitzt. "Ihm wurden die Fahrzeugschlüssel abgenommen und die Weiterfahrt untersagt. Der Mann verhielt sich äußerst renitent. Er wurde angezeigt", so der Sprecher.
Verfolgungsjagd mit Polizei
Etwa drei Stunden später fuhren die Polizisten wieder am Abstellort des Pkw vorbei - gerade als der 20-Jährige seinen Wagen mit einem Zweitschlüssel in Betrieb nahm und losfuhr. "Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf, setzten sich vor das Fahrzeug und forderten den Lenker auf, ihnen zu folgen", schilderte Dittrich. "Kurz vor dem Anhalten beschleunigte der 20-Jährige jedoch plötzlich, rammte das zivile Einsatzfahrzeug und setzte seine Flucht mit massiv überhöhter Geschwindigkeit - bis zu 133 km/h im Ortsgebiet - fort."
Bei der weiteren Verfolgung habe der Lenker noch mehrfach versucht, das Polizeifahrzeug zu rammen. Auf der Leopoldauer Straße verloren die Beamten Sichtkontakt. Wenig später wurde der Pkw durch eine andere Streife am Kinzerplatz in Floridsdorf abgestellt gefunden. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde das Fahrzeug sichergestellt. Der 20-Jährige wurde mehrfach angezeigt.






