Kamera im Fokus
Baumgartner-Tod: Gutachten soll nun Unfallursache klären
Aktualisiert:
von JOYN NewsBild: APA/BARBARA GINDL
Nachdem die Obduktion der Leiche des am vergangenen Donnerstag in Italien tödlich verunglückten Extremsportlers Felix Baumgartner einen Herzstillstand als Todesursache ausgeschlossen hat, hat die Staatsanwaltschaft eine neue technische Untersuchungen angeordnet.
Das Wichtigste in Kürze
Extremsportler Felix Baumgartner starb vergangenen Donnerstag in Italien.
Im Fokus der Ermittlungen steht unter anderem die Videokamera, die an dem motorisierten Gleitschirm des Österreichers montiert war.
Sollten die Speichersysteme des Geräts noch funktionsfähig und lesbar sein, könnten sie entscheidende Hinweise darauf liefern, was sich in den dramatischen Momenten vor dem Unglück ereignet hat.
Dies wurde es aus Ermittlerkreisen verlautet.
Im Fokus der Ermittlungen steht unter anderem die Videokamera, die an dem motorisierten Gleitschirm des Österreichers montiert war.
Sollten die Speichersysteme des Geräts noch funktionsfähig und lesbar sein, könnten sie entscheidende Hinweise darauf liefern, was sich in den dramatischen Momenten vor dem Unglück ereignet hat. Dies wurde es aus Ermittlerkreisen verlautet.
Gutachten soll mehrere Aspekte klären
Eine zentrale Rolle spielt dabei das technische Gutachten, das von einem Sachverständigen im Auftrag der Staatsanwaltschaft erstellt werden soll.
Der Experte soll klären, wer die Videokameras an dem Fluggerät installiert hat. Der Motor-Paraglider steht im Besitz eines Flugplatzes in der Badeortschaft Porto Sant ́Elpidio in der Adria-Region Marken, von dem Baumgartner vor seinem letzten tödlichen Flug gestartet war.
Der Flugplatz liegt nur wenige Minuten vom Swimmingpool entfernt, wo Baumgartner abgestürzt ist. Zudem stellt sich die Frage, ob beim Start oder während des Fluges Fehler gemacht wurden - und warum sich der Notfallschirm nicht geöffnet hat.
Ein Genickbruch sowie tödliche Verletzungen am Rückenmark sind laut der Obduktion die Todesursachen von Felix Baumgartner. Derzeit wird das Ermittlungsverfahren weiterhin gegen Unbekannt geführt.
Kamera geriet in Propeller
An Baumgartners Gleitschirm war eine Kamera montiert worden, die angeblich offenbar unzureichend befestigt war. Aus bisher ungeklärten Gründen geriet sie während des Flugs in die Nähe des Propellers.
Dort wurde sie erfasst, was vermutlich zum sofortigen Zusammenbruch des Gleitschirms führte und den Absturz auslöste.
Baumgartner versuchte laut Zeugenaussagen noch, den Notfallschirm zu aktivieren. Doch dafür war die Flughöhe bereits zu gering.
Drei Augenzeugen berichteten übereinstimmend, dass sie das Fluggerät in unkontrollierbarem Sturzflug sahen - mit einer eingeklappten, nicht mehr steuerbaren Gleitschirmfläche.
Mehr zu Felix Baumgartner
Lebensgefährtin dankt den Ermittlern
Die Lebensgefährtin des Extremsportlers, die rumänische TV-Journalistin, Mihaela Rădulescu Schwartzenberg, dankte den Ermittlern.
"Die Staatsanwaltschaft, der ich für ihre Kooperationsbereitschaft danke, hat uns die Leiche direkt nach der Autopsie zurückgegeben, und Felix kann endlich nach Hause nach Österreich gebracht werden. Das Datum der Beerdigung wurde jedoch noch nicht festgelegt", sagte sie gegenüber der Tageszeitung "Il Resto del Carlino".
Rădulescu Schwartzenberg, seit 13 Jahren Baumgartners Lebensgefährtin, urlaubte mit ihm in Porto Sant ́Elpidio, als am Donnerstag das Unglück geschah. Sie wartet auf die Rückführung der Leiche nach Österreich, um Italien zu verlassen.
Mehr entdecken

PULS 24-Chronik-Chefreporterin
Journalismus an der Front – Magdalena Punz im Interview

Alle Infos
Strom-Sozialtarif: Wer ab April günstigeren Strom bekommt

Verdacht auf Tierquälerei
Antilope im Zoo Schönbrunn erschossen

Deutlich mehr Männer
ORF-Gehälter: Das sind die Spitzenverdiener

Kopfschmerz-Check
Warum Migräne weit mehr als nur Wehwehchen ist

"Beispielloser" Meningitis-Ausbruch in Großbritannien

