Regen ist Schuld
Felssturz am Großglockner: Stüdlgrat gesperrt
Aktualisiert:
von JOYN NewsBild: APA/BARBARA GINDL
Seit Samstagvormittag ist der Stüdlgrat auf dem Großglockner gesperrt. Grund ist ein Felssturz. Die Stelle sei immer noch labil und nicht passierbar.
Das Wichtigste in Kürze
Am Großglockner (ca. 3.550 m Höhe) stürzte ein großer Felsbrocken ab, weshalb die beliebte Grat-Route seit Samstagvormittag gesperrt wurde.
Es gab keine Verletzten, da der Bereich zum Zeitpunkt des Abbruchs menschenleer war.
Zu dem Felssturz sei es wegen den wochenlangen Niederschlägen und auch der Schneeschmelze gekommen.
Keine Verletzten oder Tote
Der Felssturz ereignete sich in der Nacht auf Samstag oder auch erst Samstagmorgen in etwa 3.550 Metern Seehöhe, berichtete der ORF Salzburg.
Es gebe glücklicherweise keine Verletzten oder gar Tote, denn der großteils sehr steile Stüdlgrat sei menschenleer gewesen. Über den Pfad kommt man von der Osttiroler Seite zum Großglockner (3.798 Meter).
Stelle ist "nicht begehbar"
Durch den Felssturz ist der Stüdlgrat "derzeit nicht begehbar- bzw. gesperrt", teilte auch Toni Riepler, Wirt und Pächter der Erzherzog-Johann-Hütte, Facebook mit. Von einer Begehung werde "dringend" abgeraten.
Denn bei einem Erkundungsflug seien noch mehr absturzbereite Felsblöcke erkannt worden. Der Grat sei noch nicht zur Ruhe gekommen.
Zudem seien bei dem Felssturz alle Sicherungsmittel, wie Bohrhaken, Anker und ein Stahlseil, in die Tiefe gerissen worden, sagte Riepler dem ORF.
Die Erzerzog-Johann-Hütte steht auf der Südost-Schulter des Großglockners, in direkter Sichtweite des Stüdlgrates.
Anhaltender Regen als Auslöser
Dass es zu dem Abbruch des Felsbrockens kam, sei eine Folge der anhaltenden Niederschläge der vergangenen Wochen und der Schneeschmelze, erklärte der Salzburger Geologe, Berg- und Skiführer Gerald Valentin gegenüber dem ORF.
In den nächsten Tagen werde Riepler sich mit Wissenschaftler:innen und Expert:innen der Tiroler Landesregierung zusammensetzen, um zu beraten, wie der beliebte Grat wieder begehbar gemacht werden könne.
Die Bauarbeiten würden dann durch Berg- und Skiführer:innen erfolgen.
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