Ab 1. Dezember

Kandidatenwörter des Wort des Jahres stehen zur Abstimmung

Veröffentlicht:

von Quelle: APA, JOYN News

Café Puls

Österreich sucht das Wort und Unwort des Jahres!

Videoclip • 02:15 Min


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"Elch Emil" sucht einen Nachfolger: Die Gesellschaft für Österreichisches Deutsch (GSÖD) hat am Donnerstag die Kandidatenwörter für das Wort des Jahres 2026 publiziert. Auch das Unwort, das Jugendwort sowie der Spruch und Unspruch des Jahres werden gesucht. Bis 1. Dezember kann auf oewort.at abgestimmt werden. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 3. Dezember durch die Gesellschaft für Österreichisches Deutsch in Graz.

Neben "Hitzesommer" und "Hydration Break" sind unter anderem auch der "Österreichaufschlag" (Preisaufschläge, bei denen in Österreich für identische Markenprodukte deutlich mehr bezahlt werden muss als etwa in Deutschland) und der "Schlapfenradius" (eine kurze Entfernung, innerhalb derer man wichtige Angebote zu Fuß und in Hausschuhen erreichen kann). Die "Koralmbahn" hat es ebenfalls auf die Short List geschafft.

Unwort: "Remigration", "Klimahysterie", "Lifestyle-Teilzeit"

Die Liste der Kandidatenwörter für das Unwort des Jahres umfasst u.a. "Klimahysterie" - ein Schlagwort politischer Klimawandelleugner, das Sorgen vor dem Klimawandel sowie Maßnahmen zum Klimaschutz als übertrieben darstellt. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) steuerte die Kreation "Lifestyle-Teilzeit" bei: Seine Aussage "Die Lifestyle-Teilzeitwelle in ihrer aktuellen Dimension gefährdet unseren Sozialstaat und schwächt unsere wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit" löste eine heftige Debatte aus. Der zentrale Kampfbegriff der Neuen Rechten, "Remigration", steht ebenfalls zur Wahl als Unwort des Jahres. Er bezeichnet die oft massenhafte und erzwungene Deportation von Menschen mit Migrationsgeschichte.

Die Palette beim Jugendwort reicht von "Du bist gut genug" (aus einem Song, der sich im Frühling rasant in den sozialen Netzwerken ausbreitete), über "bodenlos" (mies, schlecht, unfassbar), bis hin zu "dayummm" (eine Abwandlung von "damn", bedeutet so viel wie krass oder verdammt).

"Kinderbetreuung ist für mich keine unbezahlte Arbeit" als möglicher Unspruch

Deutlich kleiner ist die Vorauswahl zu Spruch und Unspruch des Jahres: Jeweils drei Zitate stehen zur Abstimmung. Einer der Anwärter als Unspruch 2026 kommt von Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP): "Also Kinderbetreuung ist für mich keine unbezahlte Arbeit, weil Kinderbetreuung für mich ... Ich würde das nicht als Arbeit sehen. Ich sag's ganz ehrlich." Die Aussage, für die sich Stocker später entschuldigte, sorgte für heftige Kritik.

Konkurrenz kommt u.a. von einem ehemaligen Bergführer, der auf dem Weg zur Adlersruhe eine polnische Gruppe von Bergsteigern überholen wollte und dabei verbal und körperlich übergriffig wurde. Seine Aussage "Ich bin Bergführer. Halt dein Maul sonst komm i rauf und gib dir eine!", hat es ebenfalls auf die Short List geschafft.

Die Abstimmung ist unter http://www.oewort.at online möglich.

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