Iran-Krieg
Österreich verweigert USA Nutzung des Luftraums für Militärflüge
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Österreich hat den USA die Nutzung des Luftraums für Iran-Kriegseinsätze verweigert, wie das Verteidigungsministerium am Donnerstag gegenüber der APA bekannt gab.
Das Wichtigste in Kürze
Österreich genehmigt im eigenen Luftraum keinen US-Militärflug in die Golfregion.
Spanien sperrte bereits am Montag ihren Luftraum für Militärflüge im Iran-Krieg.
Das stieß auf Ärger bei US-Präsident Donald Trump.
Der Grund für diese Entscheidung sei das heimische Neutralitätsgesetz. Zur Anzahl der Anfragen machte die Ministeriumssprecherin keine Angaben - nur dass es "einige" gewesen seien.
Einzelfälle würden in Absprache mit dem österreichischen Außenministerium geprüft.
"Das ist echte Neutralitätspolitik“, kommentierte ÖVP-Landesgeschäftsführer Matthias Zauner.
Die SPÖ forderte indes von der Regierung, den Kurs beizubehalten. "Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP, Anm.) sollte keinen einzigen Flug des US-Militärs Richtung Golf mehr genehmigen.
Auch keine Transportflüge und sonstigen logistischen Unterstützungen. Ganz so wie es auch Spanien, Frankreich, Italien und die Schweiz tun", sagte Niederösterreichs SPÖ-Landesparteivorsitzender Sven Hergovich.
Spanien sperrt auch Luftraum für Militärflüge
Am Montag hatte die spanische Regierung ihren Luftraum für Militärflüge im Iran-Krieg gesperrt.
Auch Italien verweigerte laut Medienberichten mehreren US-Flugzeugen die Landung auf einem Stützpunkt in Sizilien für den Krieg gegen den Iran.
US-Präsident Donald Trump zeigte sich verärgert darüber, dass NATO-Mitglieder wie Italien und Spanien den Krieg nicht unterstützen und drohte am Mittwoch mit einem Austritt der USA aus der NATO.
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