"Vielleicht zwei Wochen"
Trump stellt wieder baldiges Ende des Iran-Kriegs in Aussicht
Veröffentlicht:
von Quelle: APA, JOYN News:newstime
Trump stellt Kriegsende in Aussicht
Videoclip • 01:23 Min • Ab 12
US-Präsident Donald Trump hat ein baldiges Ende der Angriffe der US-Armee im Iran in Aussicht gestellt. Er denke, sein Land werde noch "vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tage länger" brauchen, sagte er am Dienstag im Weißen Haus.
Das Wichtigste in Kürze
US-Präsident Donald Trump stellt wieder ein baldiges Ende des Iran-Kriegs in Aussicht.
Er sprach von "vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tage länger".
Für eine Öffnung der für den Transport von Öl und Gas wichtigen Straße von Hormuz sieht er andere Länder in der Verantwortung. Die USA hätten mit der Sicherung der vom Iran blockierten Meerenge "nichts zu tun", meinte Trump.
Für Mittwoch (Ortszeit) kündigte der US-Präsident eine "wichtige" Rede zum Stand des Iran-Krieges an. Trump werde am Mittwoch um 21.00 Uhr Ortszeit (3.00 Uhr MESZ am Donnerstag) in einer Rede an die Nation ein "wichtiges Update" zum Iran geben, teilte seine Sprecherin Karoline Leavitt mit.
Kein Deal mit dem Iran nötig
Am Dienstag hielt der US-Präsident noch fest, dass es für ein Ende des amerikanischen Militäreinsatzes keinen Deal mit dem Iran geben müsse. Das sei "irrelevant", da man dafür sorge, dass die Machthaber der Islamischen Republik keine Atomwaffen bauen könnten, sagte Trump. "Wenn wir das Gefühl haben, dass sie für lange Zeit in die Steinzeit zurückversetzt sind und sie nicht in der Lage sein werden, eine Atomwaffe zu entwickeln, dann werden wir gehen", führte er aus.
Andererseits könne es auch vor dem von ihm anberaumten Zeitraum für ein Ende der US-Angriffe eine Einigung geben, wenn der Iran dazu bereit sei, sagte Trump. Und wenn das Land später wieder in der Lage sein sollte, Atomwaffen zu entwickeln, werde es einen Präsidenten wie ihn geben, der wieder angreifen werde.
Es blieb zunächst unklar, ob sich auch Israel an den von Trump genannten Zeitplan zur weiteren Kriegsdauer halten würde. Trump selbst hatte in der Vergangenheit bereits häufiger Zeitangaben gemacht, die er später änderte.
Der amerikanisch-israelische Krieg gegen den Iran befindet sich in der fünften Woche. Die US-Regierung hatte zu Beginn des Kriegs gesagt, dass der Einsatz zwischen vier und sechs Wochen dauern würde.
Straße von Hormuz: Ein Nadelöhr für die Weltwirtschaft
Der Iran hatte nach Beginn der jüngsten Angriffe mit Attacken und Drohungen dafür gesorgt, dass kaum noch Schiffe durch die Straße von Hormuz fahren. Die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist ein zentraler Transportweg für Erdöl und Flüssiggas aus der Region. Deswegen führt die Blockade zu steigenden Energiepreisen rund um die Welt - und Sorgen um die Konjunktur.
Die USA importieren verhältnismäßig wenig Rohöl aus den Staaten des Persischen Golfs - doch steigende Weltmarktpreise treffen alle. Das setzt auch Trump und seine Republikaner unter Druck, zumal im November die Zwischenwahlen zum US-Kongress anstehen.
Trump hatte sich zuletzt immer wieder verärgert über eine aus seiner Sicht unzureichende Unterstützung der USA durch NATO-Verbündete im Krieg gegen den Iran geäußert. Er hatte NATO-Partner auch um Hilfe bei der militärischen Absicherung der de facto blockierten Schifffahrt durch die Straße von Hormuz gebeten. Weil sie dem nicht nachkamen, kritisierte er die Verbündeten wiederholt scharf.
Trump: "Regime Change" war nicht mein Ziel
Trump hat seit Beginn der Kampfhandlungen diverse Kriegsziele angeführt, was ihm bei Kritikern den Vorwurf einbrachte, keinen klaren Plan zu haben. Nun sagte er, "Regime Change" sei keines seiner Ziele gewesen und behauptete zugleich, dass ein solcher Austausch der iranischen Führung bereits erreicht worden sei. Tatsächlich wurden wichtige Positionen nach der Tötung von Amtsinhabern neu besetzt, eine inhaltliche Neuausrichtung der Führung der Islamischen Republik ist aber bisher nicht zu erkennen. Trump betonte, ein Ziel gehabt zu haben: Dass der Iran keine Atomwaffen haben dürfe.
In einem Telefoninterview mit dem Sender CBS News bezog er zuvor nach Angaben des US-Mediums nicht konkret Stellung dazu, ob es möglich wäre, einen Sieg zu verkünden, ohne Irans hochangereicherte Uran zu bergen. Die Vorräte sollen sich sehr tief unter Irans Atomanlagen befinden. "Ich denke nicht einmal darüber nach", zitiert ihn der Sender. Er wisse nur, "dass das so tief vergraben ist, dass es für jeden sehr schwer sein wird". Es sei ziemlich sicher. "Aber, wissen Sie, wir werden eine Entscheidung treffen", sagte Trump.
Mehr entdecken

Blau-Weiß kämpft beim GAK um Ligaverbleib, WSG empfängt WAC

Remis im Zweitliga-Topspiel zwischen Lustenau und Admira

Kreuzweg am Kolosseum - Papst trug Kreuz selbst

Autounfall in Portugal: Vierköpfige deutsche Familie starb

Kuba begann mit Freilassung von mehr als 2000 Gefangenen

Ried stürzt Altach mit 3:2-Comebacksieg von der Spitze


