Im März
Folgen des Iran-Kriegs: Inflation steigt auf 3,1 Prozent
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von Quelle: APA, JOYN NewsABD0064_20260313 - GNSERNDORF - STERREICH: ++ THEMENBILD ++ ZU APA0136 VOM 13.3.2026 - Illustration zu den Themen Tankstelle / Tanken / Zapfhan / Zapfsule / Sprit / Spritpreis / Benzin / Diesel / Energie / Teuerung , aufgenommen an einer SB-Tankstelle, am Freitag, 13. Mrz 2026 in Niedersterreich. - FOTO: APA/HARALD SCHNEIDER
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Die Folgen des Iran-Kriegs lassen die Teuerung stark steigen. Die Inflationsrate schnellte laut Schnellschätzung im März auf 3,1 Prozent nach oben, im Februar lag die Teuerung noch bei 2,2 Prozent.
Das Wichtigste in Kürze
Energiepreise schießen wegen des Iran-Kriegs hoch und treiben die Inflation im März auf 3,1 Prozent.
Expert:innen erwarten keine neue Teuerungswelle, gehen aber von teuren Dienstleistungen und Lebensmitteln aus.
Prognosen zeigen: Die Inflation könnte ab Jahresende sinken.
"Der Anstieg von 0,9 Prozentpunkten geht fast vollständig auf die Preisschübe bei Treibstoffen und Heizöl zurück", teilte die Statistik Austria am Dienstag mit. Im März verteuerte sich Energie um 6,1 Prozent.
"Der wichtigste Inflationstreiber blieben jedoch Dienstleistungen, die im März um 4,5 Prozent teurer wurden, nach einem Preisplus von 4,0 Prozent im Februar", so Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk in einer Aussendung. Details zur Inflationsentwicklung im März gibt die Statistik Austria Mitte April bekannt.
Wirtschaftsforscher erwartet keine Teuerungswelle wie 2022/23
Wifo-Inflationsexperte Josef Baumgartner erwartet für das laufende Jahr keine Teuerungswelle wie 2022/2023, weil die Gaspreise bisher nicht so stark gestiegen sind. Für heuer rechnet er mit einer Inflationsrate in Österreich "von etwas unter drei Prozent".
Die Annahme für die Inflationsprognose sei, dass der Iran-Krieg aber zu Ende gehe und die Ölpreise sich ab Juni "wieder normalisieren" würden, sagte Baumgartner zur APA. Bei Gas rechnet der Experte längerfristig mit höheren Preisen, weil das Angebot durch Schäden an LNG-Anlage in Katar und an Gasanlagen in Saudi-Arabien etwas eingeschränkt bleibe.
Einen stärkeren Anstieg der Lebensmittelpreise erwartet der Wifo-Ökonom vor allem ab dem Sommer mit der neuen Ernte, etwa bei Frischgemüse, Getreide und Obst. Der Iran-Krieg hat die Diesel- und Düngemittelpreise stark steigen lassen und verteuert damit die Produktionskosten der Landwirtschaft spürbar.
OeNB erwartet für 2026 Inflationsrate von 2,7 Prozent
Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hatte zuletzt prognostiziert, dass die Teuerung bis Mai auf über 3,0 Prozent steigt und dann bis Jahresende wieder auf rund 2,5 Prozent zurückkommt. Im Jahresschnitt wird damit eine Inflationsrate von 2,7 Prozent erwartet.
Für die beiden Folgejahre wird wieder ein Rückgang der Inflationsrate auf 2,3 (2027) und 2,1 (2028) Prozent prognostiziert. Wegen der hohen Unsicherheit rund um den Iran-Krieg gebe es allerdings erhebliche Aufwärtsrisiken für die Erwartungen.
Der seit Ende Februar andauernde Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat die Öl- und Gaspreise in die Höhe getrieben. Der Iran hat die Straße von Hormuz weitgehend geschlossen: Über die Meerenge wird ein Fünftel des globalen Ölverbrauchs transportiert. Das sorgt für Knappheiten, weshalb die Weltmarktpreise gestiegen sind.
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