15 Tote bei Zugsunglück in Indonesien
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von AgenturenZug fuhr auf stehenden Waggon auf
Bild: APA/APA/AFP/YASUYOSHI CHIBA
Nach einem schweren Zugsunglück im indonesischen Bekasi sind bisher 15 Menschen tot geborgen worden, teilte die Polizei am Dienstagnachmittag mit. Mehr als 80 weitere seien verletzt worden und würden in Krankenhäusern behandelt. Nach Angaben einer Sprecherin der staatlichen Bahngesellschaft KAI handelt es sich bei den Toten ausschließlich um Frauen. Der besonders von dem Aufprall betroffene Waggon war demnach ein "Frauenwaggon".
"Frauenwaggons" sind gängige Einrichtungen in den Pendlerzügen des Großraums Jakarta, die weiblichen Fahrgästen während der Stoßzeiten eine sicherere und komfortablere Reise ermöglichen sollen. Mehrere Passagiere waren noch viele Stunden nach dem Unglück in den Trümmern eingeschlossen. Einige von ihnen waren laut Bahngesellschaft die ganze Zeit bei Bewusstsein und konnten mit den Rettungskräften kommunizieren, während Einsatzkräfte mit schwerem Gerät und Schneidwerkzeugen arbeiteten.
Explosionsartiger Knall und Rauch
Den Angaben zufolge hatte ein Pendlerzug am Montagabend ein Taxi auf einem Bahnübergang erfasst. Ein weiterer Zug musste daraufhin bremsen und anhalten. Wenig später prallte ein Fernzug auf der Strecke zwischen den Großstädten Jakarta und Surabaya in das Heck des stehenden Zuges und riss den hinteren Waggon auf.
Der Chef der nationalen Such- und Rettungsbehörde, Mohammad Syafii, sprach von einer schwierigen Bergung. "Die Lokomotive und ein Waggon sind praktisch ineinander verschmolzen, was die Rettungsarbeiten äußerst schwierig macht", sagte er auf einer Pressekonferenz.
Ein Überlebender berichtete von einem explosionsartigen Knall. "Es klang wie eine Bombe", sagte der Passagier im örtlichen Fernsehen. Anschließend habe dichter Rauch den Zug erfüllt, während Reisende in Panik zu fliehen versuchten.






