Abstiegskampf in Wolfsberg - Ried verteidigt Spitze bei WSG

Veröffentlicht:

von Agenturen

WAC-Coach Silberberger vermisst Teamspirit bei den Kärntnern

Bild: APA/APA/EXPA/ REINHARD EISENBAUER/EXPA/ REINHARD EISENBAUER


- Anzeige -
- Anzeige -

Abstiegskampf pur herrscht am Samstag im Lavanttal: Der WAC empfängt in der Fußball-Bundesliga vier Runden vor Schluss den Grazer AK. Im vorletzten Heimspiel ist der Letzte der Qualifikationsgruppe unter Zugzwang. "Wenn wir da den Bock nicht umstoßen, wird die Lage noch verzwickter", sagte WAC-Coach Thomas Silberberger. Parallel dazu fordert die WSG Tirol daheim Gruppenleader Ried heraus, mit einem Sieg würden die Wattener einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen.

WAC - GAK: Teamsuche im Lavanttal

Der Glanz beim Cupsieger ist längst verblasst, ums nackte Überleben geht es gegen den GAK, der vier Zähler Vorsprung auf den WAC aufweist. Der vor zweieinhalb Wochen verpflichtete Silberberger sprach von der schwierigsten Herausforderung seiner Karriere, "weil ich habe noch nie Feuerwehrmann gespielt. Eigentlich bin ich ein Langzeittrainer. Es ist weiter auseinandergedriftet, als ich es mir gedacht habe". Die Folge: Es brennt sportlich lichterloh, der Coach vermisst den Zusammenhalt. "Wenn du kein Team bist, dann schaut es so aus, wie es aktuell bei uns ausschaut. Da ist extrem viel zu tun."

Für Silberberger ist die größte Baustelle, "zu vereinen, dass jeder für jeden durchs Feuer geht und jeder endlich erkennt, welche Art Fußball in der Qualirunde gespielt wird". Hinzu kommt die schwache Ausbeute aus Standardsituationen, auf die im Training derzeit das Hauptaugenmerk liegt. "Wenn du die Streuung einer Schrotflinte hast, dann tust du dir schwer. Und die haben wir aktuell, so ehrlich muss man sein. Wir haben viel zu wenig Ertrag", sagte der 52-Jährige. Der letzte Ligasieg des WAC datiert vom 7. Dezember, in den zwölf Spielen danach wurden magere fünf Punkte geholt.

Anders ist die Situation beim GAK, der sich seit der Punkteteilung solide präsentiert. Allerdings haben die Grazer seit drei Runden nicht mehr gewonnen und wollen nun beim waidwunden WAC reüssieren. "Mit einem Sieg können wir einen riesengroßen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen und ihn kommende Woche vor den eigenen Fans fixieren", meinte Sportdirektor Tino Wawra. Coach Ferdinand Feldhofer hofft indes, dass Flügelspieler Jacob Italiano (Wade) rechtzeitig fit wird.

WSG - Ried: Erfolgslauf am Prüfstand

Die SV Ried hat sich indes im unteren Play-off als Nummer eins etabliert, in den letzten vier Spielen sammelte der Aufsteiger acht Punkte ein. Diesen Lauf will die Truppe von Trainer Maximilian Senft in Innsbruck fortsetzen, das große Saisonziel könnte fixiert werden. "Nachdem wir die Türe zum Klassenerhalt weit aufgestoßen haben, wollen wir nun auch final durchgehen", meinte Senft, der auf den gesperrten Ante Bajic verzichten muss. In den bisherigen drei Saisonduellen mit der WSG gewannen die Innviertler bei einem Remis zweimal.

Den Tirolern ist unterdessen ein wenig die Leichtigkeit abhandengekommen, in den sechs Qualigruppen gab es nur einen Sieg. Gegen Altach konnte zuletzt allerdings zweimal remisiert werden. Vier Punkte und ein Sternchen beträgt der Vorsprung zum WAC. "Es ist jetzt 'Crunchtime' in der Bundesliga. Es geht darum, dass wir unser Ziel erreichen. Dazu brauchen wir Punkte", sagte Coach Philipp Semlic. Stürmerroutinier Lukas Hinterseer erwartet "ein richtig körperliches Spiel, viele Zweikämpfe, viel Intensität". Man wolle dagegenhalten und anschreiben.

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken