Asbest im Burgenland: Werte für Greenpeace besorgniserregend
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von AgenturenGreenpeace sieht dringenden Sanierungsbedarf in zwei Gemeinden
Bild: APA/APA/GREENPEACE/MITJA KOBAL
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hält die Ergebnisse der Luftmessungen zur Asbestbelastung im Burgenland für besorgniserregend. Insbesondere in Minihof-Liebau (Bezirk Jennersdorf) und Hannersdorf (Bezirk Oberwart) würden die Daten der Taskforce des Landes, die am Mittwoch veröffentlicht wurden, eine Belastung mit Asbestfasern zeigen, meinte Greenpeace-Umweltchemiker Herwig Schuster am Donnerstag in einer Aussendung. Er sah dort dringenden Sanierungsbedarf.
Bei fünf Messungen in den beiden Gemeinden seien über 500 Asbestfasern pro Kubikmeter Luft festgestellt worden, wobei der Wert in vier Fällen unter Berücksichtigung der hohen Messunsicherheit laut Schuster auch über 1.000 liegen könnte. Dass die Taskforce die Ergebnisse als "innerhalb einer üblichen Schwankungsbreite" einordne und den Eindruck einer Entwarnung erwecke, kann der Umweltchemiker nicht nachvollziehen. Damit würden die Ergebnisse heruntergespielt. "Die Menschen und Gemeinden im Burgenland verdienen endlich Aufklärung und dringend notwendige Schutzmaßnahmen", meinte er.
Schuster: Asphaltierung macht Problem nur größer
Auch den Tipp für Privatpersonen, asbesthaltigen Schotter durch Asphaltierung zu binden, sieht er kritisch. Eine kurzfristige Abdeckung, um die Faserbildung zu verhindern, sei zwar sinnvoll, wenn eine behutsame Entfernung nicht gleich möglich sei, aber: "Eine Asphaltierung verschiebt das Problem nur in die Zukunft und macht es größer, weil am Ende noch mehr asbesthaltiger Bauschutt als gefährlicher Abfall entsorgt werden muss."
Die Taskforce des Landes hatte am Mittwoch betont, dass der von ihr selbst festgelegte Richtwert von 1.000 Fasern pro Kubikmeter in einer ersten Messreihe an keinem der 66 Messpunkte überschritten wurde. An acht Standorten wurden zwischen 540 und 830 Fasern pro Kubikmeter festgestellt. Bei trockenerem und wärmerem Wetter soll nun ein zweiter Messdurchgang folgen.
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