Asbest: Schotterstraße im Burgenland wird asphaltiert

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von Agenturen

Greenpeace machte auf die Missstände erstmals aufmerksam

Bild: APA/APA/GREENPEACE/MITJA KOBAL


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Im Zuge der Asbest-Messungen ist in Großpetersdorf (Bezirk Oberwart) auf einer Schotterstraße ein erhöhter Messwert festgestellt worden. Die Fläche soll nun "so rasch wie möglich dauerhaft überdeckt" werden. Um die Staubentwicklung bis dahin zu minimieren, soll die Fläche bei trockenem Wetter bewässert werden, erklärte das Landesmedienservice Burgenland auf APA-Anfrage.

Die Taskforce des Landes Burgenland habe nach der Probemessung sofort Kontakt mit der Gemeinde Großpetersdorf aufgenommen und Handlungsempfehlungen zur Staubminimierung ausgesprochen. Die Gemeinde sei auch umgehend in Kontakt mit den Anrainern getreten. Nach Abschluss der Arbeiten sollen dort erneut Messungen durchgeführt werden, um die Wirksamkeit der Maßnahmen zu prüfen. Unter trockenen und wärmeren Witterungsbedingungen habe die Taskforce höhere Werte als jene im Winter erwartet, wurde betont. In Großpetersdorf befindet sich aktuell die einzige Schotterstraße, die aufgrund der hohen Messwerte asphaltiert wird. Auf Landesstraßen aber wurde etwa bereits nach Bekanntwerden der Problematik Material entfernt, hieß es.

Greenpeace forderte Sofortmaßnahmen

Die Einordnung der Messergebnisse sei komplex, da es derzeit keine österreichweit einheitlich festgelegten Richt- oder Grenzwerte hierzu gebe. Das Burgenland forderte daher wiederholt vom Bund, entsprechende Standards zu definieren. Die in Großpetersdorf gemessenen Werte lagen über dem von der Taskforce selbst definierten Orientierungswert, der aus dem Bereich des Arbeitnehmerschutzes als vorsorgliche Referenzgröße abgeleitet wurde.

Seitens des Landes wurde einmal mehr empfohlen, belastetes Material wenn möglich zu entfernen und dabei die Staubentwicklung mit Wasser zu minimieren. Sollte eine Entfernung nicht möglich sein, soll das Material durch Asphaltierung oder Überdeckung mit Humus gebunden werden.

Die Umweltorganisation Greenpeace hatte kürzlich wieder vor asbestbelasteten Schotterflächen im Burgenland gewarnt und das Land zu Sofortmaßnahmen aufgefordert. Während in Ungarn und Niederösterreich sofort gehandelt werde, bleibe die Taskforce des Burgenlandes untätig, lautete die Kritik.

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