Blau-Weiß kann Rote Laterne an den WAC weiterreichen
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von Agenturen"Marschieren, marschieren, marschieren": Blau-Weiß empfängt den WAC
Bild: APA/APA/WOLFGANG JANNACH/WOLFGANG JANNACH
Mit der sechsten Runde der Qualifikationsgruppe biegt der Abstiegskampf in der Fußball-Bundesliga am Dienstag in seine finale Phase ein. Das vergangene Wochenende brachte keine Sieger und damit keine Verschiebungen, weiter sind alle Augen auf das Abstiegsduell zwischen Schlusslicht Blau-Weiß Linz und dem WAC gerichtet. Nach dem 0:0 in Kärnten schrillen beim WAC die Alarmglocken: Mit einem Sieg könnte das zuletzt heimstarke Blau-Weiß die Rote Laterne an die Wölfe abgeben.
Blau-Weiß - WAC: Zum Siegen verdammt
Der Kontrast ist frappierend: Im 1. Mai 2025 stemmten die WAC-Kicker noch die Cuptrophäe, in der Meisterschaft hatte man bis zum Schluss Titelchancen. Knapp ein Jahr später ist der seit 2012 im Oberhaus vertretene Club in den Abstiegssog geraten. Unmittelbarer Grund dafür ist die Sieglos-Serie von elf Ligapartien, nur noch zwei Punkte liegt man vor Blau-Weiß. "Sehr beunruhigend", gestand Defensivmann Simon Piesinger. Eine Niederlage bei Blau-Weiß, am vergangenen Samstag das dominante Team, würde die Lage noch weiter verschärfen. "Feuerwehrmann" Thomas Silberberger hat "verdammt viel" zu tun, wie er betonte. "Ich werde mir die Spieler zur Brust holen", betonte der Tiroler, dem zu wenig Entlastung nach vorne kam. "Es ist höchste Eisenbahn."
"Zum Siegen verurteilt", wie es BW-Coach Michael Köllner nannte, sind auch die Linzer. "Es wäre mehr drinnen gewesen", meinte er im Rückblick auf das 0:0. Immerhin habe man "mental standgehalten, schließlich kann jeder kleine Fehler bestraft werden." Der Bayer darf aber nicht nur aufgrund der in Wolfsberg gezeigten Leistung optimistisch sein. Auf heimischem Geläuf lief es zuletzt mit Siegen über Ried (3:2) und die WSG (5:0) wunschgemäß. Das Stadion "gibt uns brutale Energie", betonte Köllner. Dennoch werde man sich gegenüber vergangenem Samstag steigern müssen. "Wir werden marschieren, marschieren, marschieren", versprach der Trainer des Aufstiegsteams von 2023.
Altach - WSG: SCR will Abstiegskampf abhaken
Tabellenführer Altach hat nach dem 2:2 in Innsbruck diesmal gegen die WSG Tirol Heimvorteil. "Wir spielen zuhause, wir wollen punkten und den Fans einen Heimsieg schenken. Wir wissen, dass es mit dem Sieg dann wohl auch endgültig erledigt ist", meinte SCR-Coach Ognjen Zaric mit Blick auf den Abstiegskampf. Den engen Spielplan diese Woche wollte der 37-Jährige nicht überbewerten. "Für einen Spieler ist es immer schöner, weniger zu trainieren, mehr zu spielen." Zaric muss zwangsweise rotieren, da Kapitän Lukas Jäger gesperrt ist. "Jeder muss bereit sein, um in die Bresche zu springen", so Zaric.
Für die WSG ist die Qualigruppe bisher nicht nach Wunsch verlaufen, nur ein Sieg in fünf Spielen steht zu Buche. Am Samstag fuhr das Team von Trainer Philipp Semlic zumindest einen Teilerfolg ein, als gegen die Altacher nach 0:2-Rückstand noch ein Punkt gelang. Zählbares wollen die Wattener auch im Schnabelholz mitnehmen, dort hängen die Punkte für Auswärtsteams aber hoch: Nur Sturm Graz gewann in dieser Saison beim Cup-Finalisten. "Wir wissen um die Altacher Heimstärke, haben aber auch gesehen, dass wir den Gegner vor große Probleme stellen können", sagte Semlic, der auf einen Einsatz des wiedergenesenen Stürmers Ademola Ola-Adebomi hofft.
Ried - GAK: Wikinger heiß auf ersten Sieg gegen Rotjacken
Ried will am Dienstag Versäumtes nachholen und wieder an die Spitze der Qualigruppe stoßen. Derzeit liegt man punktegleich mit Altach auf Platz zwei. Zwar waren die Innviertler beim GAK das bessere Team, blieben vor dem Tor trotz eines klaren Chancenüberhangs aber zu harmlos. "Inspirierenden Fußball im Ballbesitz" attestierte Trainer Maximilian Senft seiner Truppe, im Abschluss forderte er freilich eine Steigerung. "Es geht auch ein bisserl um Mindgames, sich reinzudenken, was die Grazer machen werden", blickte Senft dem neuerlichen Duell mit den Rotjacken entgegen. Ried ist seit drei Spielen ungeschlagen, in der laufenden Saison gelang gegen den GAK (zwei Remis, eine Niederlage) allerdings noch kein Sieg.
Auch den Grazern bietet sich - so die Konkurrenz mitspielt - die Chance auf Platz eins. Derzeit liegt die Elf von Trainer Ferdinand Feldhofer zwei Punkte hinter der WSG bzw. Altach. Dank dreier Siege in Folge zum Start der Qualigruppe beträgt der Vorsprung des einstigen Schlusslichts auf den letzten Platz sechs Zähler, abhaken kann man den Abstiegskampf aber noch nicht. Feldhofer gab die erste Hälfte gegen Ried zu denken. Er habe sein Team für "reif" gehalten, einen dementsprechend aktiven Start erwartet. Das Gegenteil war der Fall. "Das hat mir nicht gepasst", betonte Feldhofer, der im Mittelfeld diesmal auf den gesperrten Thorsten Schriebl verzichten muss.
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