Linzer Musiktheater mit "Lohengrin" und Alanis Morissette
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von AgenturenDas Linzer Musiktheater
Bild: APA/APA/RUBRA/RUBRA
Mit "Lohengrin" als Highlight von Markus Poschners letzter Opernsaison, einem Alanis-Morissette-Musical sowie im Schauspiel mit einer Elfriede-Jelinek-Erstaufführung, Thomas Bernhard in Koproduktion mit den Salzkammergut Festwochen und der - so Intendant Hermann Schneider - "größten Liebesgeschichte der Welt ("Romeo und Julia") geht das Landestheater Linz in die Spielzeit 2026/27. Neu ist, dass man an Sonntagen im Winter um spätestens 17 Uhr startet, um Familien anzusprechen.
Die Spielplan-Präsentation am Montag läutete den Abschied Markus Poschners als Chefdirigent des Linzer Bruckner Orchesters (BOL) und damit auch die letzte Opernsaison, die er gemeinsam mit Intendant Hermann Schneider gestaltet, ein. Es sei für ihn schwer in Worte zu fassen, was die zehn Jahre als Chefdirigent des BOL und des Landestheaters Linz für ihn bedeuten, betonte er zum bevorstehenden Abschied aus Linz, "was mich hier in Linz sehr bewegt und besonders geprägt hat, ist die tiefe menschliche Verbundenheit". In der Spielzeit 2026/2027 wird Poschner im Musiktheater nur eine Produktion musikalisch leiten: Engelbert Humperdincks Märchenoper "Königskinder" (23. Jänner 2027).
Poschner-Nachfolger Koncz eröffnet Saison mit "Lohengrin"
Die Opernsaison wird Poschners designierter Nachfolger Christoph Koncz mit Richard Wagners romantischer Oper "Lohengrin" eröffnen (10. Oktober) - 30 Jahre nach der letzten Linzer Inszenierung. Für die Uraufführung von "Der gute Mensch von Sezuan" von Cong Su (5. Juni 2027) kehrt der frühere Schauspielchef Stephan Suschke ans Haus zurück. Angekündigt werden auch "Agrippina" von G. F. Händel (28. November), Verdis "Luisa Miller" (5. Dezember), Rossinis "La Cenerentola" (13. März 2027) und Franz Schuberts "Die Bürgschaft" (21. März). Die komische Oper "Der bekehrte Trunkenbold" von Christoph Willibald Gluck ist im Musiktheater-Lokal "Das Anton" zu sehen (11. Mai 2027) und "Vanishings" (31. Oktober) als Dialog der Komponisten Leos Janacek und Thomas Adès im Schauspielhaus. Die Operette der Saison - einmal mehr in der Inszenierung von Thomas Enzinger - ist "Die Csardasfürstin" von Emmerich Kalman ab 24. Oktober.
Das Schauspiel wartet am 8. Mai 2027 mit einer österreichischen Erstaufführung von Elfriede Jelineks "Die Schutzbefohlenen - Was danach geschah" in der Inszenierung von Christina Tscharyiski auf. Spartenleiter David Bösch nimmt sich wieder einen Shakespeare-Klassiker vor, diesmal "Romeo und Julia" (Premiere: 17. Oktober). Zudem inszeniert er Thomas Bernhards "Elisabeth II." u.a. mit Sven-Eric Bechtolf, das bereits im Sommer bei den Salzkammergut Festwochen Premiere feiert und im Herbst in die Kammerspiele wechselt, und die Uraufführung des von ihm geschriebenen Stücks "Linzer Torte mit Schlag" (19. September), das der Saison Lokalkolorit geben soll und wegen der Umbauarbeiten an der Promenade ins Musiktheater (BlackBox) ausweicht. Als weiteres Schauspiel-Ersatzquartier wird - nach dem Landesgericht in der aktuellen Spielzeit - das Francisco Carolinum genutzt, wo am 20. September "Kunst" von Yasmina Reza läuft.
Recherchetheater zum Thema Alkohol
Mit "Blunzenfett - ein hochprozentiger Abend" von Winzer & Winzer (31. Jänner 2027, Studiobühne), einem Recherchetheaterstück zum Thema Alkohol(ismus), und Martin Plattners "Schichtwechsel" (20. März 2027) in den Kammerspielen stehen zwei weitere Uraufführungen am Programm, zudem die österreichischen Erstaufführungen von Peter Jordans schräger Historienkomödie "Marie-Antoinette oder Kuchen für alle" (30. Jänner 2027) und Michel Decars "Die Reise nach Kallisto" (10. April 2027). Susanne Lietzow, mittlerweile Stammgast in Linz, inszeniert heuer die Komödie "Dieses Stück geht schief" von Henry Lewis, Jonathan Sayer und Henry Shields. Ebenfalls am Programm stehen "Wie kommt das Salz ins Meer" nach dem Roman von Brigitte Schwaiger, "Der kaukasische Kreidekreis" von Bertolt Brecht in der Inszenierung von Ulrike Arnold und Ludwig Anzengrubers Volksstück "Der Meineidbauer".
Das Musical startet seit einigen Jahren immer mit einem Familienstück in die Saison - heuer am 11. September mit "Matilda" von Roald Dahl in der Regie von Melissa King. Zudem hat Spartenleiter Matthias Davids zwei deutschsprachige Erstaufführungen angesetzt: Am 14. November Alanis Morissettes "Jagged Little Pill" in einer Inszenierung von Simon Eichenberger und - als kleinere Produktion in der BlackBox - am 22. Jänner 2027 "The Band's Visit" von David Yazbek in der Regie von Stephanie Mohr. Davids selbst inszeniert "Carousel" von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein nach Ferenc Molnárs "Liliom". Nach dem konzertanten Disney-Abend "Ein Teelöffel Feenstaub" legt man heuer mit "Noch ein Löffel Feenstaub" nach.
Klassische Stoffe in der Jugendsparte
Das Junge Theater nimmt sich heuer einige große klassische Texte bzw. Geschichten vor, u.a. zum "Werther"-Stoff, zu den drei Musketieren bzw. zu "Cyrano" oder "Don Quichotte". Im Tanz steht die Uraufführung "Divine Matter" von Drew Jacoby und Stephanie Lake mit dem Jahresmotto der gesamten Spielzeit - "Zeichen und Wunder" - auseinander, zudem steht mit "Prometheus" von Antonio Ruz eine weitere große Produktion auf dem Programm. Im Juni folgt ein Tanzabend mit der Siegerchoreografie des 40. internationalen Wettbewerbs für Choreografie Hannover in der BlackBox.
(S E R V I C E - www.landestheater-linz.at )
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