Festival "Symphony of Senses" bricht Konventionen auf
Veröffentlicht:
von AgenturenFestival-Schauplatz: Der Wiener "Reaktor"
Bild: APA/APA/Reaktor/Reaktor
Zwischen Musik, Licht und Bewegung - "Symphony of the Senses" lädt am Samstag zum ersten Mal in den Reaktor ein. Spazieren statt Sitzen, Lockerheit statt Strenge: Die Veranstaltung soll durch die Verbindung von Klassik, Elektronik und Performance-Kunst ein interdisziplinäres Festivalerlebnis werden, das ein junges Publikum anspricht und einen Kontrapunkt zu den Konventionen klassischer Konzertabende darstellt.
Das Line-up umfasst acht internationale Acts, von Klavier in Kombination mit Live-Sandmalerei bis hin zu einem Cello-Elektronik-Mix. Während der Performances können sich Besucherinnen und Besucher frei in den Veranstaltungsräumen bewegen. Zusätzlich zu dem musikalischen Programm sollen auch Lichtinszenierungen, Weinverkostungen und modische Elemente eine Rolle spielen.
Klassische Musik in neuem Umfeld
Das "Symphony of Senses"-Programm soll Klassik in einem entspannten Kontext erlebbar machen und neue Konzert-Gewohnheiten etablieren. Dem genreübergreifenden Programm soll man in lockerer Atmosphäre zuhören können, etwa beim Getränkeholen oder Spazieren durch die verschiedenen Räume. Das ehemalige "Grand Etablissement Gschwandner" wurde 2018, nach zweijähriger Sanierung, die den ruinenähnlichen Zustand der Räume bewusst in Szene gesetzt hat, unter dem Namen Reaktor neu eröffnet.
In den denkmalgeschützten Räumen wird unter anderem der österreichisch-russische Geiger Yury Revich spielen. Revich wurde 2016 mit dem Echo Klassik Award als Nachwuchskünstler des Jahres ausgezeichnet, seine Aufnahmen haben unter anderem die Netflixserie "Bridgerton" untermalt. Nicht nur in Konzertsälen, auch in den sozialen Medien ist er stark präsent. Auch die Kärntnerin Bamlak Werner ist ein bekanntes Social-Media-Gesicht. ESC-Fans kennen sie schon aus dem diesjährigen Vorentscheid, wo sie den dritten Platz belegte. Bei "Symphony of Senses" tritt sie gemeinsam mit dem Pianisten Valentin Lindner auf, als Duo nennen sie sich SOWAS. Teil des Line-ups ist auch Lucy Landymore mit einer Perkussion-Performance oder die Opernsängerin Ekaterina Shelehova, begleitet von dem Gitarristen Alexios Anest.
"Dem Publikum auf Augenhöhe begegnen"
"Mit ermäßigten Tickets für Studierende und Auszubildende möchten wir gerade jene Menschen erreichen, die sonst oft nicht die finanziellen Möglichkeiten haben, ein Konzert zu besuchen oder bisher wenig Berührungspunkte mit klassischer Musik hatten", betont Dominik Joelsohn von der gleichnamigen Künstleragentur, die das Event veranstaltet. Es ginge darum, "dem Publikum auf Augenhöhe zu begegnen". Das Ticket-Kontingent ist auf 400 Stück begrenzt, der reguläre Ticketpreis liegt bei 69 Euro, für Studierende, Auszubildende und Lehrlinge bis 27 Jahre bei 29 Euro.
Für das kommende Jahr ist eine Ausweitung auf zwei Tage geplant, danach will man "Symphony of Senses" auch in andere europäische Städte expandieren.
(S E R V I C E - "Symphony of Senses" im Reaktor, Wien 17, Geblergasse 40, Samstag, 25. April, 18.30 Uhr https://symphonyofsenses.com/ )
Mehr entdecken

Ein Toter bei ukrainischem Angriff auf Hafen Tuapse

ADA unterstützt EZA-Projekt für Straßenkinder in Addis Abeba

Mai Thi Nguyen-Kim sieht Wissenschaft nicht als "snackable"

Mann erschießt im US-Staat Louisiana acht Kinder

Feuerpause zwischen den USA und Iran droht zu scheitern

Salzburg lässt sich im Liga-Titelkampf nicht abschütteln
