Feuerpause zwischen den USA und Iran droht zu scheitern
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von AgenturenTeheran lehnt neue Verhandlungen ab
Bild: APA/APA/AFP/FAROOQ NAEEM
Die Sorge vor einem Scheitern der Feuerpause zwischen den USA und dem Iran ist am Montag gewachsen. Grund dafür ist nach der Beschlagnahmung eines iranischen Frachtschiffs durch die Amerikaner die Drohung Teherans mit Vergeltung. Außerdem lehnte die iranische Regierung eine neue Verhandlungsrunde ab, die Washington vor dem Auslaufen der Feuerpause am Dienstag anstoßen wollte. Infolge dessen stiegen die Ölpreise an und die Aktienmärkte gerieten ins Wanken.
Marktteilnehmer befürchten eine anhaltende Störung des Schiffsverkehrs im Persischen Golf. Das US-Militär teilte am Sonntag mit, es habe auf ein unter iranischer Flagge fahrendes Frachtschiff geschossen, als dieses versuchte, die US-Blockade zu durchbrechen.
"Wir haben ihr Schiff vollständig in unserer Gewalt und sehen nach, was an Bord ist!", schrieb Präsident Donald Trump in den sozialen Medien. Ein iranischer Militärsprecher sprach von "bewaffneter Piraterie" und kündigte eine baldige Reaktion an. Das Schiff sei von China aus unterwegs gewesen.
Teheran lehnt neue Gespräche ab
Iranische Staatsmedien berichteten, Teheran habe neue Verhandlungen unter Verweis auf die anhaltende Blockade, die bedrohliche Rhetorik und die "überzogenen Forderungen" Washingtons abgelehnt. "Man kann nicht die Ölexporte des Iran einschränken und gleichzeitig die Sicherheit für andere gewährleisten", schrieb der Erste Vizepräsident des Iran, Mohammad Reza Aref, in den sozialen Medien. Trump hatte dem Iran gedroht, die USA würden jede Brücke und jedes Kraftwerk im Land zerstören, sollte Teheran seine Bedingungen ablehnen.
Der Vermittler Pakistan schien sich unterdessen auf die Gespräche vorzubereiten. In der Hauptstadt Islamabad wurde der öffentliche Verkehr eingeschränkt und Sicherheitsmaßnahmen wurden ergriffen. In dem Krieg, der sich nun in der achten Woche befindet, kamen seit seinem Beginn am 28. Februar Tausende Menschen ums Leben.
Er löste außerdem den schwersten Schock für die weltweite Energieversorgung in der Geschichte aus. Er begann mit US-israelischen Angriffen auf den Iran und einer israelischen Invasion im Libanon, worauf der Iran mit Raketen- und Drohnenangriffen reagierte.
Außerdem halten die USA eine Blockade iranischer Häfen aufrecht, während die Regierung in Teheran den Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormuz sperrt. Wie aus Daten des Analysehauses Kpler hervorgeht, passierten am Samstag kurz vor der erneuten Eskalation mehr als 20 Schiffe die Meeresenge. Dies war die höchste Zahl seit dem 1. März.
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