Salzburg lässt sich im Liga-Titelkampf nicht abschütteln
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von AgenturenBullen-Coach Beichler redet nicht über den Titelkampf
Bild: APA/APA/TOBIAS STEINMAURER/TOBIAS STEINMAURER
Runde 5 der Meistergruppe der Fußball-Bundesliga ist ganz nach Wunsch von Red Bull Salzburg verlaufen. Der Vizemeister fuhr mit einem 3:1-Erfolg bei der Wiener Austria als einziges Team einen Dreier ein, während die Konkurrenz geschlossen remisierte und Punkte liegen ließ. Drei Zähler liegt die Elf von Coach Daniel Beichler hinter Leader Sturm Graz auf Rang drei bei fünf verbliebenen Spieltagen. Rapid, das nur 2:2 in Hartberg spielte, und die Austria verloren indes an Boden.
"Siege helfen immer. Das tut den Jungs gut, tut uns als Club gut", meinte ein erleichterter Beichler, dessen Mannschaft in den vergangenen Wochen nur selten in den Genuss solcher Glücksgefühle kam. Deswegen wollte der Coach - trotz solider Ausgangslage - auch nicht über allfällige Titelchancen reden. "Vorige Woche gegen den LASK (2:3) haben mir alle Journalisten gesagt, das ist jetzt vorbei. Und ich möchte jetzt auch nicht großartig irgendwelche krasse Reden schwingen. Wenn wir zwei Spieltage vor Schluss in einer interessanten Konstellation sind, können wir noch immer darüber reden", erklärte der Trainer.
Heimspiel-Malus der Salzburger
Innenverteidiger Jannik Schuster verlieh dennoch angesichts des engen Meisterschaftsrennens seiner Hoffnung Ausdruck: "Ich glaube, es ist noch was möglich", so der 19-Jährige. Beichler hat in erster Linie die kommenden zwei Matches daheim gegen die Austria am Mittwoch und bei Rapid am Sonntag im Fokus. Um den Anschluss an Sturm und den LASK zu halten, braucht es endlich wieder Heimsiege, das gelang in der Liga zuletzt am 14. Dezember (2:1 gegen WAC). "Mittwoch wäre ein cooler Tag, um auch daheim wieder einmal ein Spiel zu gewinnen. Spricht nichts dagegen", sagte Beichler, der auf den gesperrten Stefan Lainer verzichten muss.
Etwas dagegen hat sicher die Austria, deren Protagonisten am Sonntagabend Klartext sprachen. "Die erste Halbzeit war katastrophal. Wir haben überhaupt nicht das gemacht, was wir uns vorgenommen haben", legte Kapitän Manfred Fischer den Finger in die Wunde. "Wenn wir in dieser Phase Fußballspiele gewinnen wollen, dann muss jeder einzelne Spieler, der am Platz ist, über 90 Minuten an sein Topniveau kommen. Und das ist uns heute nicht gelungen. Dann reicht es einfach nicht, um solche Spiele zu gewinnen", ergänzte Coach Stephan Helm, der das "richtige Mindset" vermisste. "Du kannst nicht da herumlaufen, wie wenn es um nix mehr geht", verlangte Fischer.
Rapid biss sich in Hartberg Zähne aus
Zwiegespalten war auch die Gefühlslage bei Rapid nach dem dritten sieglosen Spiel in Folge. Vier Punkte fehlen Grün-Weiß bereits auf Sturm. Schlusslicht Hartberg erwies sich als der erwartet unangenehme Gegner und ging zudem zweimal nach Eckbällen in Führung. "Ein tief stehender Block ist immer schwer zu bespielen. Ich glaube, wir haben es ordentlich gemacht mit vielen Flanken in die Box", sagte Matthias Seidl. Von einem stotternden Motor wollte der Rapid-Kapitän wenig wissen. "Jedes Spiel im oberen Play-off ist sehr eng. Man gewinnt die Spiele nicht einfach so."
Rapid-Coach Johannes Hoff Thorup musste erneut ein schwaches Abwehrverhalten bei Standardsituationen tadeln. "Die haben zwei Möglichkeiten im Spiel, zwei Eckbälle, das ist hart", sagte der Däne, der viel brotlose Dominanz seiner Mannschaft sah. "Wir spielen ja bald wieder gegeneinander und müssen sicherstellen, dass wir diese Spielkontrolle in einen Sieg ummünzen."
Hartberg indes ist zur Meistergruppen-Halbzeit noch sieglos. Die fünftplatzierte Wiener Austria hat drei Punkte mehr. "Wir nehmen den Punkt mit. Es zeigt sich trotzdem Woche für Woche, dass wir gegen alle gewinnen können", meinte Lukas Spendlhofer, der Torschütze des sehenswerten 1:0. "Es war eine geile Partie, in der mehr drin war." Einen großen Aufreger gab es auch: Dass Andreas Weimann für ein Einsteigen mit offener Sohle mit Gelb davonkam, brachte Manfred Schmid dermaßen auf die Palme, dass Julian Weinberger ihm Rot zeigte. Der Trainer fehlt nun in Wien am Mittwoch in der Coachingzone.
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