Grazer Festival Arsonore stellt Liebe in den Mittelpunkt
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von AgenturenMarkus Schirmer, künstlerischer Leiter des Festivals Arsonore
Bild: APA/Annemarie Happe
"All you need is Love", ist das Motto des Grazer Kammermusikfestivals Arsonore 2026. Heuer geht es in Schloss Eggenberg eine Woche früher als gewohnt - vom 2. bis 6. September - über die Bühne. "Wir wollen der Liebe in vielen ihrer unzähligen Facetten nachspüren, um ihrer wieder bewusster zu werden", sagte der künstlerische Leiter Markus Schirmer am Donnerstag. Neben Kammermusik stehen u. a. auch Lyrik, ein philosophisches Gespräch und frühe "Songs" von Schirmer am Programm.
An den fünf Abenden des frühherbstlichen Festivals im Planetensaal von Schloss Eggenberg gibt es Kammermusik in unterschiedlichster Besetzung. Arrivierte Künstler teilen sich mit jungen, preisgekrönten Talenten der Kunstuniversität Graz die Bühne. Viermal im Planetensaal in Schloss Eggenberg und zum Finalkonzert in der Oper Graz.
Eröffnung mit Brahms und Whitacre
Zum Eröffnungskonzert am 2. September werden u. a. Johannes Brahms' "Liebeslieder-Walzer", Pablo Casals "Nigra Sum" für Frauenchor und Klavier oder die "Five Hebrew Love Songs" von Eric Whitacre geboten. Dabei trifft das Vocalforum Graz unter der Leitung von Franz Herzog auf Pianisten wie die Gewinner des Grazer Franz-Schubert-Wettbewerbs, das Gugg Piano Duo, oder die georgische Pianistin Irma Gigani. Umrahmt wird der Abend mit dem "Arsonore Philosophicum", in dem diesmal der Grazer Psychiater und Psychologe Michael Lehofer mit Schauspielerin Erika Pluhar in den Dialog treten wird.
Am zweiten Abend stehen zwei berühmte Quintette von Wolfgang Amadeus Mozart und Robert Schumann am Programmzettel. Zu Benjamin Schmid und dem ersten Konzertmeister der Wiener Symphoniker, Dalibor Karvey, gesellen sich die amerikanische Bratschistin Sarah McElravy und Harriet Krijgh aus den Niederlanden am Cello. Ein weiteres KUG-Talent, Daniel Kückmeier, übernimmt die Klarinette und die 16-jährige Arya Su Gülenc wird am Klavier zu hören sein.
Hommage an unsterbliche Liebe
Der Tragödie von "Romeo und Julia" ist der Freitagabend gewidmet: Irma Gigani spielt Kompositionen von Franz Liszt, Peter Iljitsch Tschaikowsky und Sergei Prokofieff. Burgtheater-Schauspieler Markus Meyer wird aus den Sonetten von William Shakespeare lesen.
Den Abschluss macht eine "Love Party" mit Markus Schirmer & The Arsonore Allstar Band. Zu hören gibt es Songs von Bob Mendelsson mit Texten von Damon Meeks. Hinter diesen Pseudonymen verstecken sich keine Geringeren als Klassikpianist Schirmer und Comedian Gernot Haas, die in ihren Anfangszeiten Musik für u. a. Kino und Werbefernsehen schrieben. Interpretiert werden sie von einer eigens für diesen Abend zusammengestellten Band mit unter anderem Vokalistin Sandra Pires, Gitarrist Manuel Randi oder Janette Williams, Drummerin der Londoner "ABBA Voyage"-Show.
Weiters im Programm ein Familienkonzert am 4. September und am 5. September "Liebeshits aus aller Welt, die steirisch, burgenländisch und wienerisch daherkommen", wie es Schirmer formulierte. Dafür sorgen u. a. Akkordeonist Christian Bakanic und Duopartnerin Marie Spaemann und Jazz-Vocalistin Miriam Kulmer.
(S E R V I C E - Arsonore. Kammermusikfestival in Graz von 2. bis 6. September 2026. http://arsonore.at)






